Die Konferenz von 1945 und ihre Folgen für Potsdam

Vorbemerkungen

Vor 75 Jahren mussten mehrere Hundert Bewohner ihre in Potsdam zwischen dem Babelsberger Park und dem Gelände der Filmstudios gelegenen Häuser verlassen. Die Verantwortung dafür wurde Stalin und der Sowjetunion angelastet. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Welchen Anteil der britische Premierminister Winston Churchill und der nach dem unerwarteten Tod von Franklin D. Roosevelt neu ernannte US-Präsident  Harry S. Truman an den die Havelstadt fast 50 Jahre prägenden Veränderungen hatten, ist nie hinterfragt worden. Dabei tragen sie die Hauptschuld dafür, dass in den Monaten Mai und Juni 1945 zwei große Potsdamer Stadtviertel – Neubabelsberg und die Nauener Vorstadt – zu großen Teilen von der einheimischen Bevölkerung geräumt wurden. Churchill war es, der nur drei Monate nach dem Treffen der alliierten Staatsoberhäupter in Jalta (4./11.2.1945) auf die Anberaumung eines neuen Treffens der Großen Drei drängte. Und gemeinsam mit Truman nötigten sie gewissermaßen Jossif W. Stalin in die Rolle des Gastgebers und zu den damit verbundenen Maßnahmen.

Die Vorgeschichte der Konferenz

Am 6. Mai 1945 unterbreitete der britische Premierminister Winston Churchill dem neuen amerikanischen Präsidenten den Vorschlag für ein neuerliches Treffen der Staatsoberhäupter der UdSSR, der USA und Großbritanniens [1] Der erfolgreiche Vormarsch der Truppen der Sowjetunion auf dem Balkan und in Osteuropa beunruhigte ihn, da er Gebiete betraf, die Churchill als Einflusssphäre Großbritanniens angesehen hatte. Frankreich und Polen meldeten Ansprüche an, an der Neuordnung Europas vor allem aber Deutschlands beteiligt zu werden. Schließlich war mit den Vereinigten Staaten von Amerika eine Macht auf dem europäischen Kontinent erschienen, die hier zwar schon nach dem Ende des Ersten Weltkrieges präsent war, aber nun neben der Sowjetunion in die Rolle einer führenden Weltmacht aufrückte. Und schließlich sah sich Churchill Wahlen gegenüber, die das Ende seiner, im Krieg unbestrittenen, Machtposition bringen könnten. Er brauchte deshalb Ergebnisse!
Truman stimmte einer Dreierkonferenz zu. Doch sollte die Initiative dafür von Stalin ausgehen.

Ich ziehe es vor, wenn der Wunsch nach einem solchen Drei-Parteien-Treffen von Marschall Stalin kommt und nicht von einem von uns. Vielleicht haben Sie Mittel, um Stalin zu veranlassen, ein solches Treffen vorzuschlagen.[2]

Er bevorzugte einen Termin nach dem 30. Juni 1945, dem Ende des Haushaltsjahres in den USA.  Churchill war mit Juli einverstanden. In den ersten Tagen des Monats könnten sie sich in London treffen, um dann gemeinsam zu dem Treffen mit Stalin zu reisen.[3]

Ich denke, wir sollten Stalin gleichzeitig, gemeinsam oder einzeln, eine Einladung unterbreiten, zu einem Drei-Parteien-Treffen im Juli in einer unzerstörten Stadt in Deutschland. Wir sollten uns an keinem Ort innerhalb der gegenwärtigen russischen Militärzone treffen. Zweimal hintereinander sind wir gekommen, um ihn zu treffen. Sie sind wegen unserer Zivilisation und verschiedener Instrumente besorgt um uns. Dies wird sich jedoch erheblich verringern, wenn unsere Armeen demobilisiert werden.[4]

Als mögliche Tagungsorte wurden bei den nachfolgenden, auf unterer Ebene erfolgenden, Gesprächen Berlin bzw. Wien ins Auge gefasst, so bei einer Beratung der Staatssekretäre der USA und Großbritanniens am 15. Mai 1945 in Washington.[5]  In einem Gespräch, das der Abgesandte Trumans, Harry Hopkins[6], und der US-Botschafter in Moskau, William Averell Harriman[7], am 26. Mai 1945 in Moskau mit Stalin und Außenminister Wjatscheslaw M. Molotow[8] führten, schlug ihnen das sowjetische Staatsoberhaupt Berlin als möglichen Tagungsort vor.[9]  Truman könnte sich, so Hopkins am 30. Mai 1945 in einem weiteren Gespräch mit Stalin, die Region Berlin für den Tagungsort und den 15. Juli als Datum vorstellen. Stalin stimmte zu.[10] Am 6. Juni 1945 trafen sich Stalin und Molotow mit Hopkins und Harriman im Kreml zu ihrer sechsten und letzten Gesprächsrunde, auf der der 15. Juli als Termin bestätigt wurde.[11] Am 4. Juni bereits hatte auch Churchill in einem Telegramm an Truman sein Einverständnis damit erklärt.

Zu den konkreten Rahmenbedingungen für die Konferenz schrieb Churchill am 9. Juni 1945 in einem Telegramm an Truman:

Nachdem ich unserem Dreier-Treffen am 15. Juli in Berlin im Prinzip zugestimmt habe, hoffe ich, dass Sie mit mir darin übereinstimmen, dass die britische, die amerikanische und die russische Delegation einen völlig getrenntes Bereich haben, ihre eigenen Wachen, und dass es einen vierten Ort gibt, sich zu treffen um zu beraten.
ich kann nicht akzeptieren, wie in Jalta,… dass wir nur als Gäste der Sowjetregierung und der Armee nach Berlin gehen. Wir sollten für uns alles selbst vorbereiten, um uns auf Augenhöhe treffen zu können.[12]

Truman stimmte dem zu und beauftragte General Dwight D. Eisenhower, Oberkommandierender des Obersten Hauptquartiers der Alliierten Expeditionskräfte[13], sich um die konkrete Vorbereitung der Konferenz zu kümmern. Das betraf insbesondere die Unterbringung der amerikanischen Delegation und die für sie zur Verfügung stehenden Konferenzräume.
Botschafter Harriman sollte sich mit Stalin über die Zusammensetzung der amerikanischen Delegation austauschen, wie ihm Präsident Truman in einem Telegramm am 15. Juni 1945 mitteilte.[14] Ebenfalls am 15. Juni schlug Churchill dem US-Präsidenten vor, für die Konferenz das Codewort „Terminal“ zu benutzen[15] und unterbreitete den Vorschlag am gleichen Tag auch Stalin.[16]

Ebenfalls vom 15. Juni 1945 stammt die Information, dass General Eisenhower Generalmajor John Russell Deane, Chef der USA-Militärmission in der amerikanischen Botschaft in Moskau[17], beauftragt hatte, am 17. Juni eine Gruppe Offiziere und Untergebener nach Berlin zu entsenden, zum Zwecke einer Beratung mit Vertretern von Marschall Georgi K. Schukow, Generalstabschef der Roten Armee[18], über die Vorbereitung der Berliner Beratung.

Die Vorkehrungen würden die Unterkünfte betreffen, die Nachrichtenübertragung, die Verlegung der benötigten US-Truppen und des Nachschubs nach Berlin in Verbindung mit unserem Abzug aus der russischen Zone und  Sicherheitsmaßnahmen.[19]

Das wurde am gleichen Tag auch bei einem Treffen in der amerikanischen Botschaft in Moskau dem Ersten Stellvertreter des Volkskommissars für die äußeren Angelegenheiten (Außenminister), Andrei J. Wyschinski, mitgeteilt.[20]

Sowohl Truman als auch Churchill ließen eine Übersicht erstellen, welche Personen ihren jeweiligen Delegationen für die Vorbereitung der Konferenz der drei Staatsoberhäupter angehören sollten. In einer ersten Übersicht, die Truman am 15. Juni erhielt, hatte allein das US-Außenministerium 26 Personen aufgeführt.[21]

Am 17. Juni 1945 schrieb Premierminister Winston Churchill an Stalin, wie er sich konkrete Sachverhalte in Verbindung mit der Konferenz vorstellte:

  1. Es ist äußerst wichtig, dass der genaue Ort der bevorstehenden Konferenz so bald wie möglich festgelegt wird, da viele Vorarbeiten erforderlich sein werden.

  2. Ich bin fest davon überzeugt, und bin mir sicher, sie stimmen mir zu, dass bei dieser Gelegenheit die russische, die amerikanische und die britische Delegation jeweils getrennte Enklaven haben und dass sie selbst Vorkehrungen für Unterkunft, Verpflegung, Transport, Bewachung und Kommunikation treffen sollten usw. Ich schlage vor, dass es einen vierten Ort geben sollte, an dem sich die drei Delegationen treffen könnten, um zu beraten. Es wäre sehr zu schätzen, wenn die Sowjetregierung Vorkehrungen für diesen gemeinsamen Treffpunkt treffen würde.

  3. Präsident Truman ist völlig einverstanden mit dem obigen Vorschlag.

  4. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir so bald wie möglich mitteilen würden, welches Gebiet in der Nähe Berlins Sie für die Konferenz vorschlagen und welche genauen Orte innerhalb dieses Gebiets für die Zuweisung an die sowjetische, die amerikanische und die britische Delegation. Nach Eingang Ihrer Antwort würde ich Feldmarschall Montgomery umgehend anweisen, in Absprache mit Marschall Schukow und General Eisenhower eine Vorauspartei zu entsenden, um alle Vorkehrungen für die britische Delegation zu treffen.

  5. Ich hoffe, dass auch berücksichtigt wird, dass wir einen Flugplatz in der Nähe unseres Delegationsbereichs benötigen. Wir könnten uns mit den Amerikanern, wenn es Ihnen passt, einen Flugplatz teilen.[22]

Stalin bat darum, mit den Vorbereitungen für die Konferenz bis zum 28. bis 30. Juni zu warten, weil Schukow und andere hohe Militärs der Roten Armee bis dahin in Moskau wären, sowie mit der Verlegung der amerikanischen und britischen Truppen in ihre Besatzungszonen in Berlin am 1. Juli zu beginnen.[23] Truman stimmte dem am 18. Juni zu[24] und in einem Telegramm vom 19. Juni 1945 setzte Eisenhower auch  J. R. Deane in Moskau über den aktuellen Stand in Kenntnis.[25] Den wiederum Botschafter Harriman am gleichen Tag Wyschinski übermittelte.

Trotz der Bitte Stalins wollte Eisenhower aber bereits am 20. Juni eine unter Führung von Generalmajor Floyd Lavinius Parks[26] (vorgesehen als Befehlshaber für den amerikanischen Sektor in Berlin) stehende Gruppe von 50 Offizieren, 175 weiteren Militärangehörigen und 50 Lastkraftwagen nach Berlin in Marsch setzen. Er bat dafür um freies Geleit auf der Autobahn Dessau-Berlin sowie um die Fluggenehmigung für 5 Transportflugzeuge von Halle  über Stendal nach Berlin. Er begründete das mit der ansonsten zu kurzen Vorbereitungszeit auf die Konferenz.[27] Die sowjetische Seite hielt an ihren Terminvorstellungen fest, was Wyschinski in einem Gespräch in der Moskauer Botschaft der USA deren ersten Sekretär, Edward Page Jr.[28], am 21. Juni mitteilte. Zugleich informierte er ihn über die nunmehr konkreten Orte für die Unterbringung der Delegationen und für die Durchführung der Konferenz:

Mr. Vyshinski teilte mit, dass er noch keine endgültige information geben könne. Jedoch war vorgeschlagen worden, wie bei der Krim-Konferenz, jeder Delegation eine besondere Zone zuzuweisen. Da Berlin völlig zerstört sei, habe man beschlossen, die Konferenz in Babelsberg bei Potsdam abzuhalten. Die Konferenz selbst würde im Palast des Kronprinzen tagen.[29]

Um sich über die Situation am Konferenzort informieren zu können, fragte Botschafter Harriman am 21. Juni bei Außenminister Molotow an, ob wenigstens die Stabschefs zu einer Besichtigung früher nach Berlin kommen könnten.[30]

Am Freitag, dem 22. Juni, 19 Uhr (Moskauer Zeit), traf Generalmajor Parks in Berlin auf dem Flughafen Tempelhof ein. Wo ihn der sowjetische General Nikolai S. Wlasik[31], als Vertreter von Generaloberst Sergei N. Kruglow[32], empfing. Parks bezeichnete Kruglow in seinem nach dem Besuch verfassten Bericht als den Sicherheitschef für Stalin und zuständig für die Vorbereitung der „Big Three conference“.

Es wurde die Erlaubnis für die Einrichtung einer Funkverbindung erteilt, um direkten Kontakt mit SHAEF herzustellen. Es wurden ausreichend Transportmittel bereitgestellt und Flugzeuge und Besatzungen am Flugplatz Tempelhof betreut.[33]

Wlasik brachte Parks und dessen Begleitung nach Babelsberg. Sie fuhren über die Straße Unter den Linden, vorbei am Brandenburger Tor, durch den Tiergarten und über die AVUS durch den Grunewald sowie auf der Autobahn bis zur Abfahrt Babelsberg. In Babelsberg trafen die Amerikaner mit Kruglow in dessen Hauptquartier nahe dem Banhof Griebnitzsee zusammen. An dem Gespräch nahmen auch Wasik und Generalmajor Nikolai D. Gorlinski[34] teil, Kommandant und Sicherheitsoffizier für das Gebiet von Groß Berlin, der schon in Jalta – so Parks –  „was in charge of arrangements“.[35]

Weiter heißt es in Parks Bericht:

  1. General Kruglov erklärte, dass es den Russen zugefallen wäre, Gastgeber zu sein, und sie Babelsberg für die Unterbringung der offiziellen Delegationen ausgewählt hätten, da es sich um eine Siedlung mit ziemlich anspruchsvollen Häusern handle und vergleichsweise geringen Bombenschäden. Er wies darauf hin, dass das auch praktisch für das Kronprinzenschloss in Potsdamm sei, wo die Konferenz stattfinden solle, und die Wege vom Quartierareal zum Konferenzgebäude leicht zu schützen und zu überwachen seien.

  2. Er erklärte, da sich seine Befugnisse nur auf die Absprachen für die Konferenz und auf das Gebiet Babelsberg-Potsdam beschränkten, könne er den Einzug der US-Truppen in das Berliner Gebiet nicht diskutieren. General Kruglov versprach, für mich einen Besuch beim Generalstabschef von Marschall Schukow oder seinem Vertreter zu vereinbaren, und sich bei diesem zu erkundigen, ob Anweisungen aus Moskau eingegangen seien, die Gespräche über Berlin selbst erlaubten.

  3. General Kruglov zeigte auf einer Karte das Gebiet, das den Vereinigten Staaten zur alleinigen Abhaltung von Beratungen, zur selbständigen Verwaltung und Bewachung übergeben werden würde. Alles in diesem Bereich würde in der Verantwortung der Vereinigten Staaten liegen, und außerhalb würden die Sowjets die Sicherheit und den Schutz gewährleisten. Ich wies darauf hin, dass ungefähr 400 bis 450 Amtsträger anwesend sein würden, mit einer entsprechenden Anzahl von sie betreuendem Servicepersonal; außerdem würde es weit über 1.000 weitere Soldaten für die Versorgung, Wartung, Bewachung usw. geben, und ich deshalb fände, dass das Gebiet zu klein wäre. General Kruglov äußerte sich sehr überrascht über die Größe der US-Delegation und erklärte, dass Herr Hopkins die Zahl auf 150 geschätzt habe. Er selbst habe keine Liste mit den US-Amtsträgern erhalten, gehe jedoch davon aus, dass ungefähr die gleiche Zahl kommen würde, wie in Jalta. Sie hätten geplant, die Konferenz ähnlich wie das Treffen in Jalta abzuhalten, und installierten ungefähr die gleichen Funkverbindungsanlagen.

  4. Als ich General Kruglov darauf hinwies, dass es notwendig sein würde, sofort LKW-Transporte mit Zelten, Verpflegung, Patrouillen usw. zu beginnen, und dass wir dafür die Strecke Dessau-Berlin benutzen wollten, erklärte er, dass dies akzeptabel wäre und vorbereitet würde. Ich erklärte zudem, wir wollten sofort einen Luftkurierdienst zwischen Berlin-Halle-Frankfurt einrichten, dafür die direkte Strecke nach Halle nutzen. Er sagte das sei akzeptabel.

  5. General Kruglov erklärte, da der Flugplatz in Gatow (Kladow) nur sechs Meilen von Potsdam entfernt sei, wäre er als Endstation für die Konferenz ausgewählt worden. Ich erklärte, dass wir keine Einwände hätten, sofern er für die C-54s geeignet sei, und dass unser Luftwaffenoffizier das begutachten würde.Ich habe noch keinen Bericht von meinem Luftwaffenoffizier, aber ich bin über Gatow geflogen als wir Berlin verließen, und er scheint noch besser als Tempelhof zu sein, hinsichlich Anflüge, Länge der Landebahnen usw. Beide sind Rasenflächen.

  6. General Kruglov erklärte, dass er am nächsten Tag die Motorstaffel meiner Aufklärungseinheit an der Kreuzung der Berliner Ringbahn und der Dessauer Autobahn treffen würde.[36]

Parks und seine Begleitung wurden vermutlich in Kruglows Hauptquartier oder in einem ihm als Hotel zugeordneten Gebäude untergebracht. Die Unterkunft war vollständig mit Betten ausgestattet und mit sauberer Bettwäsche, wie Parks in seinem Bericht festhielt. Da die von den Amerikanern mitgebrachte Verpflegung noch nicht vom Flughafen Tempelhof in Babelsberg eingetroffen war, half  Kruglow aus und stellte  ihnen  einen Koch als Hilfe für ihren Koch zur Verfügung. Parks erhielt von ihm eine Kiste Wein, und von General Wlasik bekam die Delegation Champagner. „The meal was delicious.“

Am Morgen des 23. Juni 1945, Sonnabend, führte Generalmajor Gorlinski, die Amerikaner durch das für sie in Neubabelsberg vorgesehene Gebiet.[37]

Es gibt ungefähr 70 gut gebaute, aber alte Häuser mit jeweils ein bis zwei Bädern. Die sowjetischen Behörden renovieren sie derzeit vollständig und versprechen, sie völlig einzurichten. Die Mehrheit sind Häuser der Mittelklasse, von denen einige groß genug für VIPs sind. Die für Präsident Truman vorgesehene Villa ist altmodisch, aber geräumig. Andere, die für die verschiedenen hohen Militär- und Zivilbeamten geeignet sind, befinden sich in der Nähe. Für den kurzen Aufenthalt der Delegation wir das reichen, wenn die Delegation über ein Einkaufszentrum verfügt. Eine schnell erstellte Umfrage zeigt, dass 500-600 Personen untergebracht werden können, darunter auch Ordonnanzen und Servicekräfte. Es wird nicht genug Häuser geben, wenn 450 Beamte eintreffen, und obwohl Zelte in gewissem Maße helfen können, ist das keine Lösung. Das Ganze ist nur lösbar, wenn der US-Sektor im  Berliner Gebiet oder ein Teil von Zehlendorf an uns übergeben wird, wo die restlichen Personen unterkommen können.[38]

Um 12.30 Uhr traf sich Parks mit Generaloberst Kruglow. Während des Gesprächs ging per Telefon die Mitteilung ein, dass die angekündigte amerikanische Fahrzeugkolonne die Grenze der sowjetischen Besatzungszone erreicht habe und aus 50 Offizieren, 175 weiteren Militärangehörigen und 50 Fahrzeugen bestehe. Parks forderte Gen. Kruglow auf, diese vereinbarte Anzahl passieren zu lassen. Worauf dieser erklärte, dass er dafür keine Vollmacht habe. Die sowjetischen Behörden hätten jedoch zugestimmt, den Flugplatz durch unsere Kurierflugzeuge nutzen zu lassen. Das Gespräch ging bis 13 Uhr, woran sich eine Besichtigung von Schloss Cecilienhof unter der Leitung Kruglows anschloss.[39]

General Kruglov begleitete mich um 13.00 Uhr durch das Schloss des Kronprinzen in Potsdam, wo die Konferenz stattfinden wird. Da ich noch bei keinen anderen Konferenzen dabei war, sagt Oberstleutnant Pantuhoff[40], der mein Dolmetscher ist, dass die Ausstattung unendlich besser sei als in Teheran oder Jalta. Es gibt einen großen Bankettsaal, in dem ein runder Tisch für die Konferenz aufgestellt wird, und in den Seitenflügeln ist Platz für Büros, Räume für die Aussschüsse, für Beratungen usw. Die sowjetischen Behörden haben das Gebäude und das Gelände in einen hervorragenden Zustand versetzt.[41]

Parks hatte die Absicht, das Hauptquartier von Marschall Shukow in Berlin-Karlshorst aufzusuchen. Da aber keine Information vorlag, ob das möglich wäre, entschloss er sich, um 15 Uhr nach Frankfurt/Main zurück zu fliegen. Kurz bevor er von Neubabelsberg zum Flughafen Tempelhof abfuhr, traf die Nachricht ein, dass ihn Shukows Stabschef im Flughafengebäude in Tempelhof treffen wolle.[42]

Er traf mich in Tempelhof und ich bedankte mich bei ihm, mich zu treffen, um mir Zeit zu sparen. Ich dankte ihm auch für die herzliche Gastfreundschaft, die mir von Generaloberst Kruglov gewährte wurde. Ich erzählte ihm, dass die einzige Schwierigkeit, die ich im Moment hatte, darin bestand, dass Lastwagen zwischen Berlin und Dessau für die Versorgung mit Verpflegung, Benzin, Zelten usw. sowie die für Babelsaberg zu Versorgungszwecken benötigten 50 Fahrzeuge verkehren dürften. In dem Gefühl, dass die Aussage von General Kruglov stimmte, erwähnte ich ihn nichts bezüglich der Flugzeuge. Als ich jedoch mein Flugzeug bestieg, und nach der Abfahrt des Stabschefs, erklärten Gorlinsky und der Flughagenkommandant von Tempelhof, dass für einen erneuten Flug nach Berlin eine Erlaubnis erforderlich wäre. Nach viel Diskussion sagte ich General Gorlinsky, ich und das Kurierflugzeug würden zurückkehren und wir würden zur Information einen Funkspruch mit der geschätzten Ankunftszeit an General Kruglov senden. Ich erklärte, dass die Route direkt von Halle nach Berlin gehen würde und dass es nicht möglich wäre, jedes Mal eine Genehmigung von Moskau zu erhalten, wenn ein Flugzeug mit Ladung nach Berlin fliegen würde. Er erwiderte, dass die Mitteilung der geschätzten Ankunftszeit ausreichend wäre und sagte, dass man bei meiner Rückkehr nach Berlin eine Einigung über das Verfahren erzielen würde.[43]

Um 16 Uhr (Moskauer Zeit) starteten Parks und seine Begleitung in Tempelhof und flogen entlang der Havel über die Schwaneninsel, einem der einstigen Wohnsitze von Joseph Goebbels[44]; mit einer oder zwei Ausnahmen, will Parks vom Ausflug aus erkannt haben, wären die Häuser auf der Schwaneninsel stark beschädigt gewesen.

Wir flogen entlang der Autobahn direkt von Berlin nach Halle. Eine Bogenbrücke über eine Schlucht war gesprengt worden. Aber es gibt mindestens fünf  die Autobahn überquerende Brücken, which have been dropped. Um 16.45 Uhr, Moskauer Zeit, sah ich auf der Autobahn, drei Meilen östlich der Elbe, die Spitze meiner Fahrzeugkolonne. In Halle legte ich einen Stopp ein und gab meinem Stabschef Anweisungen. Um 17.45 Uhr Frankfurter Zeit traf ich in Frankfurt ein.[45]

Am Ende seines Berichts hielt der General folgendes fest:

  1. Ich empfehle, das Schloss des Kronprinzen in Potsdam als für die „Big Three Konferenz“ geeignet zu akzeptieren.

  2. Ich empfehle die Annahme des sowjetischen Plans bnezüglich der Bildung eines abgeschlossenen Bereichs für die US-Konferenzteilnehmer in Babelsberg.

  3. Ich empfehle beschleunigte Verhandlungen zur Bereitstellung des US-Sektors in Berlin für die Einquartierung und Unterbringung der Versorgungstruppen, der kleinen Beamten, der Presse usw., da in Babelsberg dafür kein Platz vorhanden ist. Wenn am 1. Juli die Festlegung der Besatzungszonen nicht erfolgt ist, sollte Druck ausgeübt werden, um die Errichtung von Lagern und Biwaks in Zehlendorf zu ermöglichen, das an Babelsberg grenzt und sicher Teil der US-Zone sein wird. Wir benötigen dringend die Genehmigung für eine unverzügliche Erkundung in Berlin.[46]

Robert Murphy[47], Oberster Politischer Berater im Amt der US-amerikanischen Militärregierung für Deutschland (OMGUS)[48], ergänzte den Bericht Parks in einer Information vom 25. Juni 1945 an Harrison Freeman Matthews, den Direktor für Europäische Angelegenheiten im Außenministerium,[49] bezüglich der örtlichen Bedingungen für die Konferenz.

Für den Fall, dass Ihnen diese Informationen noch nicht übermittelt wurden, teile ich Ihnen mit, das Schloss Cecilienhof, ehemals Eigentum des Kronprinzen am Jungfernsee im Neuen Garten, Potsdam, als Tagungsort ausgewählt wurde. Das US-amerikanische Sondergebiet befindet sich in Babelsberg. Es ist uns gelungen, auf diesem Gelände 50 Offiziere, 175 weitere Militärangehörige und 50 Kraftfahrzeuge unterzubringen. Die Russen haben mitgeteilt, dass wir für uns alles selbst bereitzustellen hätten. Laut General Parks hatten sie vorgehabt, Dienstleistungen zu erbringen und als Gastgeber zu fungieren. Das für den Präsidenten ausgewählte Haus sowie die anderen Häuser sind nicht allzu zufriedenstellend. Als er (Parks) dort war, waren die Russen dabei, sie vollständig auszuräumen, da die deutschen Bewohner erst kürzlich evakuiert worden waren. Alle Haushaltsgeräte wurden auf Lastwagen verladen und an einen unbekannten Bestimmungsort gebracht. Andere Lastwagen kamen mit neuen Möbeln, die von anderen Häusern angefordert worden waren. General Parks meint jedoch, dass das Haus, das dem Präsidenten zugewiesen wurde, zwar altmodisch ist und nicht das, was er für den Präsidenten erwarten würde. Aber wahrscheinlich seinen Zweck erfüllen wird. Er sagte, nach dem, was er im Verlauf seines Besuchs feststellen konnte, sei in der kurzen verbleibenden Zeit wahrscheinlich keine andere bequemere Lösung möglich. Da sich das Gelände am Griebnitzsee befindet, könnte der Präsident auf Wunsch mit dem Schnellboot zum Schloss Cecilienhof fahren. … Ich lege einen Stadtplan von Potsdam bei, in dem der Konferenzort und das US-amerikanische Sondergebiet angegeben sind. Das britische Sondergebiet befindet sich unmittelbar nördlich von uns das Sondergebiet der UdSSR unmittelbar nördlich der Briten, alle in Neu Babelsberg.[50]

In den Tagen nach dem Besuch von General Parks in Neubabelsberg und in Potsdam befassten sich die US-Militärs mit den technischen Fragen der  Absicherung des Aufenthalts ihrer Delegation.  Am 25. Juni ging es in einem Telegramm, das der Kommandierende General der 12. Armeegruppe, Omar N. Bradley[51], an den Kommandierenden General der Miilitär-Mission in Moskau, Deane, sandte um die Funk- und Fernschreiberverbindungen zwischen dem Tagungsort und dem Hauptquartier in Frankfurt/Main. Eine Station sollte in Berlin eingerichtet werden und eine Relaisstelle in der Umgebung von Luckenwalde.[52] Einen Tag später antwortete Deane, dass das bereits gegenüber den sowjetischen Behörden angesprochen worden sei, persönlich von ihm gegenüber General Alexei I. Antonow[53] und von Botschafter Harriman bei Wyschinski.[54]

Am 29. Juni informierte der US-Botschafter in Großbritannien, John Gilbert Winant[55], seinen Außenminister über die ihm zur Kenntnis gelangte Zusammensetzung der britischen Delegation. Danach würden dieser angehören:
Außenminister Anthony Eden, Alexander Cadogan, William Strang (Diplomatischer Berater des Befehlshabers der Besatzungskräfte in Deutschland), Archibald Clark Kerr (Botschafter Großbritanniens in den USA) sowie verschiedene Spezialisten für Einzelprobleme: Geoffrey Harrison (Deutschland und Österreich), William Hayter (Balkanstaaten, Türkei und Ungarn), Denis Allen (Polen und Tschechoslowakei), Linton Harry Foulds (Ferner Osten) und Patrick Dean (Rechtsfragen).[56]

Ebenfalls am 29. Juni gab es in Moskau ein Gespräch zwischen Botschafter Harriman und dem Ersten Sekretär der Botschaft, Page, mit Wyschinski. Als Übersetzer war von sowjetischer Seite Vsevolod V. Pastojew[57] zugegen. Harriman informierte, dass die Zusammensetzung der US-Delegation für Berlin der auf der Konferenz von Jalta ähneln würde. Er las Wyschinski eine Liste mit den Namen der offiziellen Persönlichkeiten vor, die den Präsidenten begleiten würden.  Aktuell umfasse die Delegation 150 Personen. Hinzu kämen noch aus General Eisenhowers Stab Personen, die für die Nachrichtenverbindungen, Flugplatzdienste und andere technische Angelegneheiten zuständig wären. Es sei aber auch möglich, dass sich die Delegation noch vergrößern könnte.[58]

Am 30. Juni 1945 teilten die Stabschefs der britischen Armee ihren Partnern in den USA mit, dass nach ihrer Auffassung jeden Stabschef, zusätzlich zu seinem persönlichen Stab, noch vier bis fünf Stabsoffiziere begleiten sollten. Darüber hinaus würde das Sekretariat genügend Personal mitnehmen, um einen normalen Ablauf der Konferenz zu gewährleisten.[59]

Am 29. Juni trafen sich in Berlin Marschall Schukow und die Generäle Lucius D. Clay (USA)[60] und Ronald Weeks (Großbritannien)[61]. Bei ihrem Gespräch ging es um den Rückzug der alliierten Truppen aus der sowjetischen Besatzungszone sowie um die Besetzung der alliierten Zonen in Berlin. Der Terminplan sah den Abschluss der Truppenbewegungen bis zum 4. Juli vor.[62]

Am 4. Juli 1945 erhielt der Botschafter der USA in der Sowjetunion, Harriman, aus Washington die Mitteilung, dass sowohl der Präsident als auch der Außenminister es gut fänden, wenn er einen oder zwei Tage nach Berlin fliegen würde, um sich über den Stand der Unterbringung und der Vereinbarungen für das zivile Delegations-Personal zu informieren. Die Delegationsmitglieder aus dem US-Außenministerium selbst wollten am 13. Juli in Berlin eintreffen.[63]
Das wären, nach einer Information des Außenministers an den Politischen Berater in Deutschland Robert D. Murphy:
Außenminister Joseph C. G. Byrnes. Botschafter Harriman, Botschafter Murphy, die Assistenten des Außenministers Clayton und Dunn, die Spezial-Assistenten des Außenministers Ben Cohen, Donald Russell und Walter Brown sowie H. F. Matthews, C. E. Bohlen, Llewellyn Thompson, Edward Page, Emilio Collado, James Riddleberger, Emile Despres, Cavendish Cannon, George Allen, J. C. Vincent, Eugene Dooman, Philip Mosely, Charles Yost, Colonel John Wise, R. B. Beans, Wilder Foote. Des Weiteren Verwaltungs- und Sekretariatspersonal von zwölf Personen.[64]

In Telegrammen vom 4. und 5. Juli 1945 ging es um das Thema „Konferenz der Großen Drei und Presse“.
Am 4. Juli schrieb Churchill an Truman:

 „Da wir uns einig sind, dass die Presse zu Terminal nicht zugelassen werden soll, halte ich es für vorteilhaft, dies vorab bekannt zu geben. Das würde Enttäuschungen und die Entsendung von hochrangigen Pressevertretern nach Berlin vermeiden.[65]

Einen Tag später setzte Truman Stalin davon in Kenntnis, dass er entsprechend dem Schreiben Churchills, über die Nichtzulassung der Presse zur Konferenz informieren werde und dass von Zeit zu Zeit entschieden werde, inwieweit es offizielle Erklärungen zur Konferenz gäbe.[66]
In der Begleitung von Präsdent Truman befanden sich zur Potsdamer Konferenz dann jeweils ein Vertreter von Associated Press, United Press, International News Service, Radio Pool und von Motion Picture Pool.[67] Am 6. Juli schrieb Außenminister Byrnes dem Politischen Berater in Deutschland, Murphy, dass er über die Joint Chiefs eine Aufstellung der Büros und Wohnquartiere übersandt habe, die von der Delegation benötigt werden. „Wir würden uns sehr freuen über Ihre Bemühungen bei der Zusammenarbeit mit den Militärbehörden, um sicherzustellen, dass diese Unterkünfte so zufriedenstellend wie möglich sind.“[68]
Murphy bedankte sich am 7. Juli beim Außenminister für die Einladung, am Treffen der drei Staatsoberhäupter teilzunehmen. General Lucius Clay und er würden an diesem Morgen nach Berlin reisen und in Berlin alles Mögliche tun würden für zufriedenstellende Vorbereitungen für die Delegation des Außenministeriums. Er hoffe, dem Außenminister am 8. Juli einen Bericht über die Situation zu übermitteln.[69]

Am, 7. Juli 1945, 20 Uhr, traf sich Marschall Schukow in seinem Berliner Hauptquartier mit den Vertretern der Amerikanischen und der Britischen Kontrollgruppe sowie dem Politischen Beobachter der USA in Deutschland, Murphy, und Arkadi A. Sobolew, Chef der Politischen Sektion der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland[70]. Sie berieten u.a. über die Zusammenarbeit in dem in vier Besatzungszonen geteilten Berlin.[71]

Am 10. Juli 1945 berichtete Murphy über den Stand seiner Bemühungen zur Unterbringung der Delegation des Außenministeriums:

Die verantwortlichen Offiziere gehen davon aus, dass der Außenminister in der Villa des Präsidenten wohnen wird. Eine weitere Villa wurde dem Außenminister als Büro gesichert. Diese verfügt über drei Zimmer, in denen Dunn, Clayton und Matthews untergebracht werden sollen. Drei weitere Villen werden als Untertkünfte für den Rest der Delegation eingerichtet. Diese Unterkünfte bieten jedem individuelle Zimmer. Für Harriman, Pauley und mich stehen zwei kleine Bungalows zur Verfügung. Ein kleines Apartmenthaus bietet allgemeine Büroräume für die Delegation. Es umfasst etwa 20 Räume, die unterschiedlich groß sind, aber für den Zweck angemessen, wenn auch nicht ideal. Zwar hatte ich keine Zeit, mir das Schloss Cecilienhof anzusehen. General Parks äußert sich darüber aber erfreut, dass Beamte, die in Jalta und Teheran gewesen waren, der Ansicht sind, dass die aktuelle Lösung weitaus bequemer und zufriedenstellender ist.[72]

Resümee zur Vorgeschichte der Potsdamer Konferenz

  1. Der Wunsch nach einem erneuten Treffen der Oberhäupter der Allierten Staaten Großbritannien, UDSSR und USA ging vom britischen Premierminister, Winston Churchill, aus. Er brachte den kurz zuvor zum Präsidenten der USA ernannten vormaligen Vizepräsidenten, Harry S. Truman, auf seine Seite. Jossif W. Stalin haztte augenscheinlich keine Veranlassung für ein Treffen gesehen. Churchill und Truman nötigten ihn deshalb gewissermaßen, einem solchen doch zuzustimmen.
  2. Churchill und Truman waren sich darüber einig, Stalin zu veranlassen, die Konferenz einzuberufen und die Rolle des Gastgebers zu übernehmen. Zwar sollte die Konferenz nicht in einem von der Sowjetunion kontrollierten Gebiet stattfinden, weshalb die auf die drei Besatzungsmächte aufgeteilten Städte Berlin und Wien als mögliche Konferenzorte im Gespräch waren. Eigene Vorschläge für Konferenzorte, die sich in ihren jeweiligen Besaatzungszonen befanden und unzerstört waren, wie z. B. der Kurort Bad Oeynhausen, brachten weder Churchill noch Truman in die Vorüberlegungen ein. Das für die Konferenz ideal geeignete Wien, weil fast unzerstört geblieben, wurde als Option auch nicht mehr weiter verfolgt. Die Gründe dafür sind nicht bekannt, können nur gemutmaßt werden. Übrig blieb nur noch Berlin. Da dieses aber zum größten Teil zerstört war und sich dort keine Möglichkeit für eine Konferenz bot, unterbreitete die sowjetische Seite den Vorschlag ins Umland auszuweichen, und zwar nach Neubabelsberg und Potsdam.
  3. Der britische Premierminister und der amerikanische Präsident griffen den Vorschlag dankbar auf, befand sich der angedachte Konferenzort in der Nähe der ihnen zugedachten Besatzungszonen in Berlin. Und stellten den Sowjets ihre Forderungen. Die diese als von ihnen auserkorener Gastgeber zu erfüllen hatten.
    Die Sowjetunion ging bei den im Juni eingeleiteten Vorbereitungen von den mit den Konferenzen in Teheran und Jalta gesammelten Erfahrungen aus. Doch wurde ihr spätestens am 22. Juni 1945 klar, dass sie die Ansprüche der Amerikaner und der Briten unterschätzt hatten. Die Folge war, dass sie zusätzlich zu den bereits von Eigentümern und Bewohnern beräumten Häusern noch weitere beschlagnahmen, die Bewohner daraus vertreiben und sie nach den Ansprüchen der neuen „Gäste“ mit Mobiliar versehen mussten.
    General Parks berichtet von bis zu 70 Häusern, die sich in dem für die US-Delegation vorgesehenen und vorbereiteten abgeschlossenen Gebiet befanden. Sir Alexander Cadogan, Untersekretär im britischen Außenministerium und Teilnehmer der Potsdamer Konferenz, erwähnt in einem Brief an seine Frau vom 15. Juli 1945 eine Zahl von 25 bis 30 Häusern, die sich in der britischen Sonderzone befänden. Eine vom Autor dieses Textes erstellte Tabelle über die 1949 im sowjetischen Sperrgebiet Neubabelsberg befindlichen Häuser enthält 319 Objekte (Wohnhäuser, Gewerbeobjekte).
  4. Trotz der Anstrengungen, die von sowjetischer Seite unternommen waren, um der aufgzwungenen Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Konferenz gerecht zu werden, waren Briten und Amerikaner nicht in jedem Fall zufrieden zu stellen.
    Aus den bislang ausgewerteten Dokumenten geht zugleich nicht hervor, dass sie sich Gedanken darüber gemacht hätten, was das Schicksal der Eigentümer und frühreren Bewohner der von ihnen nur kurzzeitig bewohnten Häuser anbelangte. Lediglich Sir Alexander Cadogan lässt seine Frau am 15. Juli 1945 wissen:
    „All the Germans have of course been turned out. Where they`ve gone, no one knows. Can you imagine what we would feel if Germans and Japanese were doing this in England, and if weh ad all been bundled out to make way for Hitler and Co. to squat in our homes and decide our fate while we lived in holes in the rubble heaps of London?
    (Alle Deutschen hatten sie natürlich verlassen müssen. Wo sie hingegangen sind, weiß keiner. Kannst Du dir vorstellen, was wir fühlen würden, wenn Deutsche und Japaner dies in England tun würden und wenn wir unser Bündel hätten schnüren müssen, damit Hitler und Co. in unseren Häusern hocken und über unser Schicksal entscheiden könnten, während wir in Höhlen in den Trümmerhaufen von London leben?)

Anmerkungen und Zitate

[1]Vgl.  Foreign Relations of the United States. Diplomatic Papers The Conference of Berlin (The Potsdam Conference) 1945. In two Volumes, Volume I. Washington 1960, Dok. Nr. 1, S. 3.

[2] Ebenda, Dok. Nr. 2, S. 4.
Im Original heißt es: „I very much prefer to have the request for such a tripartite meeting originate from Marshal Stalin and not from eitzer one of us. Perhaps you have means of some kind with which to endeavor to induce Stalin to suggest or request such a meeting.

[3] Vgl. Dok. Nr. 3, S. 5.

[4] Ebenda.
Im Original: „I think we should offer an invitation jointly or severally at the same moment to Stalin to meet us at some agreed unshattered town in Germany for a tripartite meeting in July. We should not rendezvous at any place within the present Russian military zone. Twice running we have come to meet him. They are concerned about us on account of our civilization and various instrumentalities. But this will be greatly diminished when our armies are dispersed.

[5] Ebenda, Dok. Nr. 12, S. 15.

[6] https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Hopkins

[7] https://de.wikipedia.org/wiki/W._Averell_Harriman

[8] https://de.wikipedia.org/wiki/Wjatscheslaw_Michailowitsch_Molotow

[9] Foreign Relations of the United States. Diplomatic Papers The Conference of Berlin (The Potsdam Conference) 1945. In two Volumes, Volume I. a.a.O., Dok. Nr. 24, S. 25.

[10] Ebenda, Dok. Nr. 27, S. 53 f.

[11] Ebenda, Dok. Nr. 29, S. 60 f.

[12] Ebenda, Dok. Nr. 55, S. 94 f.
Im Original: „While I have agreed in principle to our triple meeting in Berlin on July 15th, I hope you will agree with me that the British, American and Russian delegations shall have entirely separate quarters assigned to them and have their own guards, and that there shall be a fourth place prepared in which me meet to confer.
I could not accept as at Yalta the principle that we go to Berlin, over which it is agreed we are to have triple with the French quadruple parity, merely as guests to the Soviet Government and armies. We should provide everything for ourselves and be able to meet on equal term.
I should like to know you stand about this.“

[13] Supreme Commander of Supreme Headquarter Allied Expeditionary Force (SHAEF)

[14]  Ebenda, Dok. Nr. 61, S. 97.

[15] Ebenda, Dok. Nr. 62, S. 98.

[16] Ebenda, Anm. 2.

[17] https://en.wikipedia.org/wiki/John_R._Deane

[18] https://de.wikipedia.org/wiki/Georgi_Konstantinowitsch_Schukow

[19] Foreign Relations of the United States. Diplomatic Papers The Conference of Berlin (The Potsdam Conference) 1945. In two Volumes, Volume I. a.a.O., Dok. Nr. 66, S. 100.
Im Original: „The arrangements would contemplate accomodations, signals, movement into Berlin of necessary US troops and supplies simultaneously with our withdrawal from Russian zone, and security measures.“

[20] Ebenda, Dok. Nr. 67, S. 100.
https://de.wikipedia.org/wiki/Andrei_Januarjewitsch_Wyschinski

[21] Ebenda, Dok. Nr. 68, S. 101 f.

[22] Ebenda, Dok. Nr. 74, S. 106 f.
Im Original:
1. It is most important that the exact venue of the forthcoming conference should be settled as soon as possible since much preparatory work will be necessary.

2. I feel very strongly, and I am sure you will agree, that on this occasion the Russian, American and British delegations should each have separate enclaves, and that they should make their own arrangements for accommodation, food, transport, guards, communications, etc. I suggestthat, in addition, there should be a fourth place in which the three delegations could meet to confer. It would be much appreciated if the Soviet Government would make arrangements for this common meeting place.

3. President Truman is in entire agreement with the above proposal.

4. I should therefore be glad if you would let me know as soon as possible the area in the vicinity of Berlin that you propose fort he conference, and the precise localities within that area that it proposed to allot tot he Soviet, American and British delegations respectively. On receipt of your reply, I would immediately instruct Field Marshal Montgomery to send advance parties to make all arrangements fort he British Delegation, in consultation with Marshal Zhukov and General Eisenhower.

5. I hope that it will be borne in mind that we will require the use of an airfield as near as possible to our delegation area. We could, if convenient, share an airfield with the Americans.”

[23] Ebenda, Anm. 2, S. 107.

[24] Ebenda, Dok. Nr. 75, S. 107.

[25] Ebenda, Dok. Nr. 77, S. 108.

[26] https://de.wikipedia.org/wiki/Floyd_Lavinius_Parks

[27] Foreign Relations of the United States. Diplomatic Papers The Conference of Berlin (The Potsdam Conference) 1945. In two Volumes, Volume I. a.a.O., Dok. Nr. 78, S. 109.

[28] https://history.state.gov/departmenthistory/people/page-edward

[29] Foreign Relations of the United States. Diplomatic Papers The Conference of Berlin (The Potsdam Conference) 1945. In two Volumes, Volume I. a.a.O., Dok. Nr. 84, S. 114.
Im Original: „Mr. Vyshinski stated that he could notgive any definite information at the present time. However, it was proposed to assign a special zone, like at the Crimean Conference, to each delegations. Since Berlin was completely destroyed, it had been decided to hold the conference in Babelsberg near Potsdam. The Conference itself would be held in the Crown Prince`s palace.“

[30] Ebenda, Dok. Nr. 86, S. 116

[31] https://en.wikipedia.org/wiki/Nikolai_Vlasik

[32] https://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Nikiforowitsch_Kruglow

[33] Im Original: „Permission was given to set up the radio communications to establish direct contact with SHAEF, ample transportation was provided, and aircraft and crews were cared for at Tempelhof airdrome.“

[34] https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%93%D0%BE%D1%80%D0%BB%D0%B8%D0%BD%D1%81%D0%BA%D0%B8%D0%B9,_%D0%9D%D0%B8%D0%BA%D0%BE%D0%BB%D0%B0%D0%B9_%D0%94%D0%BC%D0%B8%D1%82%D1%80%D0%B8%D0%B5%D0%B2%D0%B8%D1%87

[35] Vgl. Foreign Relations of the United States. Diplomatic Papers The Conference of Berlin (The Potsdam Conference) 1945. In two Volumes, Volume I. a.a.O., Dok. Nr. 93, S. 121 f.

[36] Ebenda, S. 122 f.
Original:
“4. General Kruglov stated that the Russians had intended to be the hosts and had selected Babelsberg to accomodate the official parties because it was a community of fairly pretentious residences and had comparatively ligth bomb damages. He also pointed out that it was convenient tot he Crown Prince`s Palace at Potsdam, where the conference itself is to be held and that the routes from the billeting area to the conference building were easily protected and policed.

5. He stated that as his authority extended to arrangements for the conference only and these arrangements were confined to the Babelsberg-Potsdam area, he cold not discuss entry into the Berlin District itself by U. S troops. General Kruglov promised to arrange for me a courtesy call on Marshal Zhukov`s Chief of Staff, or his representative, at which meeting I might ascertain whether or not any instructions had been received from Moscow permitting discussions relative to Berlin itself.

6. Gen. Kruglov indicated on a map the billet area which would be turned over to the U. S. for exclusive occupancy of conferees, administration, and guard. Everything within this area would be the responsibility of the U. S. and outside of this compound the Soviets would maintain security and guard. I pointed out that approximately 400 to 450 officials would be present with a corresponding number of service personnel to cater to them; that, in addition, there would be well over 1,000 other troops for the supply, maintenance, guard etc. and that I felt the area was too small. Gen. Kruglov expressed great surprise at the size of the U. S. party and stated that Mr. Hopkins had estimated the number to be 150. He had not received a list of U. S. officials but assumed that approximately the same number would come that came to Yalta; they had planned to run the conference similar to the Yalta meeting and were installing approximately the same signal communication facilities.

7. When I pointed out to Gen. Kruglov that it would be necessary to begin truck movements of tentage, rations, patrol, etc. at once and that we desired to use the route Dessau-Berlin, he stated this would be satisfactory and would be arranged. I also stated that we desired to institute air courier service between Berlin-Halle-Frankfurt at once, using the direct route to Halle and he said this would be satisfactory.

8. Gen. Kruglov stated that since the airfield at Gatow (Kiadow) was only six miles from Potsdam, it had been designated as the terminus for the conference. I stated that we had no objections if it was adequate for C-54s and that I would have our air officer inspect it.
I have no report from my air officer yet, but I flew over Gatow leaving Berlin and it appears even better than tempelhof as to approaches, length of runways, etc. Both are sod fields.

9.Gen. Kruglov stated that he would have the motor echelon of my recce party met the following day at the junction of the Berlin Ringbahn and the Dessau Autobahn.”

[37] Vgl. Ebenda, S. 123.

[38] Ebenda, S. 123.
Original:
„There are about 70 houses, well built, but old, with one to two baths each, and the Soviet authorities are in midst of completely renovating them, promising to complete it. The majority are middle-class homes, a few being large enough for VIPs. The one earmarked for President Truman is old-fashoned, but spacious. Others suitable fort he various high military and civil officers are nearby. The will be adequate fort he short sojourn of the party, if the party iss mall. A hasty survey indicates that from 500-600 individuals can be housed, this figure including orderlies and mess attendants. There will not be enough houses if 450 officials arrive and although tentage can help to some extent, is not a solution. The matter will be solved only if the U. S. Sector, Berlin Discrict, or the Zehlendorf portion thereof, is turned over to us and the excess stationed therein.“

[39] Vgl. ebenda, S. 123.

[40] Oberstleutnant Oleg I. Pantyukhov war Leiter der Verbindungs- und Prokollabteilung im Oberkommando der amerikanischen Besatzungstruppen, in dieser Eigenschaft Parks als Dolmetscher zugeteilt, sowie später im Alliierten Kontrollrat für die USA.
Im Internet wird mehr auf seine Rolle als Gründer der Pfadfinderbewegung in Russland hingewiesen: https://en.wikipedia.org/wiki/Oleg_Pantyukhov.

[41] Ebenda.
Original:
“General Kruglov, at 1300 hours, escorted me through the Crown Prince`s Palace in Potsdam where the conference itself will be held. While I have not seen other conferences, Lt. Col. Pantuhoff, who is my interpreter, states that the facilities are infinitely better than at Teheran or Yalta. There is a large banquat hall in which a round table will be placed fort he conference and there is space in the wings for offices, committee rooms, conference rooms, etc. The Soviet authorities have put the building and grounds in excellent shape.”

[42] Vgl. ebenda, S. 124.

[43] Ebenda.
Original:
„He met me at Tempelhof and I expressed my appreciation at his courtesy for coming to see me in ordert o save my time and thanked him fort he cordial hospitality I had received from Col. Gen. Kruglov. I told him that the only difficulty I had at the moment was in operating trucks between Berlin and Dessau for supply of rations, gasoline, tentage, etc. He stated he had no authority for permitting more than 50 vehicles in the Russian zone but that the 50 which he entered Babelsberg would be permitted to operate between Berlin and Dessau for supply purposes. Feeling that Gen. Kruglov`s statement was sufficient., I did not mention the matter of aircraft to him. Als ich jedoch mein Flugzeug bestieg, und nach der Abfahrt des Stabschefs, erklärten Gorlinsky und der Flughagenkommandeur von Tempelhof, dass es notwendig wäre, eine Erlaubnis für die Rückkehr des Flugzeuges zu erhalten. Nach viel Diskussion sagte ich General Gorlinsky ich würde zurückkehren und das Kurierflugzeug würde zurückkehren und dass wir einen Funkspruch zur Information an General Kruglov senden würden giving the ETA. Ich erklärte, dass die Route direkt von Halle nach Berlin gehen würde und dass es nicht möglich sein würde, jedes Mal eine Genehmigung von Moskau zu erhalten, wenn ein Flugzeug mit Lieferungen nach Berlin fliegen würde. Er erwiderte, dass diese Vorankündigung der ETA ausreichend wäre und sagte, dass man eine Einigung üb er dieses Verfahren bei meiner Rückkehr nach Berlin erreichen würde, whereby no notice would have to be given.“

[44] Vgl. https://www.tagesspiegel.de/berlin/schwanenwerder-ehemaliges-goebbels-grundstueck-steht-zum-verkauf/4310184.html

[45] Foreign Relations of the United States. Diplomatic Papers The Conference of Berlin (The Potsdam Conference) 1945. In two Volumes, Volume I. a.a.O., S. 124.

[46] Ebenda, S. 124 f.
Original:
“1. Recommend acceptance of the Crown Prince`s palace at Potsdam as suitable fort he Big Three conference.
2. Recommend that the Soviet plan for a compound of billets for the U. S. conferees at Babelsberg be accepted.
3. Recommend expedition of negotiations to make available U. S. Sector, Berlin District, for quartering and bivouacking of supply troops, minor officials, press, etc. as there is no room fort hem at Babelsberg. If adjustment of all zones of occupation is not effected on 1 July, pressure should be brought tp bear bto permit erection of camps and bivouacs in Zehlendorf, which adjoins Babelsberg and s sure tob e part of the U. S. Zone. We urgently require authority for immediate reconnaissance in Berlin.”

[47] https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Murphy_(Diplomat)

[48] https://de.wikipedia.org/wiki/Office_of_Military_Government_for_Germany_(U.S.)

[49] https://de.wikipedia.org/wiki/H._Freeman_Matthews

[50] Foreign Relations of the United States. Diplomatic Papers The Conference of Berlin (The Potsdam Conference) 1945. In two Volumes, Volume I. a.a.O., Anm. 1, S. 121.
Original: „You will note therefrom, in the event this information has not already been conveyed to you, that the Schloss Cecilienhof, formerly the property of the Crown Prince, situated on Jungfern See in the Neuer Garten, Potsdam, has been selected as meeting place. The U. S. billet compound is in Babelsberg. We have now succeeded in establishing in that compound 50 officers, 175 enlisted men, and 50 motor vehicles, and the Russians have beebn informed that we would provide everything for ourselves. They had intended to provide service and act as hosts. According to General Park`s. the house selected fort he President, as well as the other houses, is none too satisfactory. While he was there the Russians were in the process of emptying them completely of their contents, the German residents having very recently been evacuated. All this household equipment was being loaded on trucks and dispatched to an unknown destination and other trucks were arriving with new furniture requisitioned from other houses. General Parks, however, believes that while the house allocated for the President is old-fashioned and not what he would like to see the President have, it probably will do for the purpose. He said that from what he could ascertain during the course of his visit, no other convenient arrangement  would propably be possible in the short time remaining. As the compound is situated on the Griebnitz See, the President could proceed to the Schloss Cecilienhof if he wished by speedboat. … I enclose a town plan of Potsdam indicating the conference site and the U. S. billet site. The British billet site is immediately north of ours, and the USSR billet site immediately north of the British, all of them in Neu Babelsberg.“

[51] https://de.wikipedia.org/wiki/Omar_N._Bradley

[52] Foreign Relations of the United States. Diplomatic Papers The Conference of Berlin (The Potsdam Conference) 1945. In two Volumes, Volume I. a.a.O., Dok. Nr. 96, S. 126; Nr. 97, S. 127.
.Original: „No physical wire telephone circuits exist at present on axis of communications westward of Berlin into either US or Britisch occupied areas.“

[53] https://de.wikipedia.org/wiki/Alexei_Innokentjewitsch_Antonow

[54] Vgl. Foreign Relations of the United States. Diplomatic Papers The Conference of Berlin (The Potsdam Conference) 1945. In two Volumes, Volume I. a.a.O., Dok. Nr. 101, S. 130, Nr. 102, S. 130 f., Nr. 103, S. 131.

[55] https://de.wikipedia.org/wiki/John_Gilbert_Winant

[56] Vgl. Foreign Relations of the United States. Diplomatic Papers The Conference of Berlin (The Potsdam Conference) 1945. In two Volumes, Volume I. a.a.O., Dok. Nr. 108, S. 133.

[57] Wsewolod Waldimirowitsch Pastojew, Mitarbeiter im diplomatischen Dienst der UdSSR. Während des Zweiten Weltkrieges Konsul der UdSSR in Los Angeles, später Oberassistent von Wyschinski. Bei de4n Gesprächen mit US-amrikanischen Dipolmaten im Umfeld der Potsdamer Konferenz fungierte er als Dolmetscher.

[58] Vgl. ebenda, Dok. Nr. 109, S. 134.

[59] Vgl. ebenda, Dok. Nr. 111, S. 135.

[60] https://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_D._Clay

[61] https://en.wikipedia.org/wiki/Ronald_Weeks,_1st_Baron_Weeks

[62] Vgl. Foreign Relations of the United States. Diplomatic Papers The Conference of Berlin (The Potsdam Conference) 1945. In two Volumes, Volume I. a.a.O., Dok. Nr. 112, S. 135 ff.

[63] Vgl. ebenda, Dok. Nr. 124 u. 125, S. 146.

[64] Vgl. ebenda, Dok. Nr. 125, S. 146.

[65] Ebenda, Dok. Nr. 121, S. 145.

[66] Vgl. ebenda, Dok. Nr. 122, S. 145.

[67] Vgl. ebenda, Dok. Nr. 139, S. 154 f.

[68] Ebenda, Dok. 126, S. 147.

[69] Vgl. ebenda, Dok. Nr. 129, S. 149.

[70] https://en.wikipedia.org/wiki/Arkady_Sobolev

[71] Foreign Relations of the United States. Diplomatic Papers The Conference of Berlin (The Potsdam Conference) 1945. In two Volumes, Volume I. a.a.O., Dok. Nr. 429, S. 630 bis 633.

[72] Ebenda, Dok. Nr. 135, S. 153. Original:
“Officers in charge anticipate that the Secretary will reside in the President`s villa. A further villa has been reserved for the Secretary as office quarters. This villa has three rooms which it is contemplated will accommodate Dunn, Clayton and Matthews. Three additional villas are being arranged as billets for the balance of the delegation. These accommodations will provide everyone with individual rooms. Two small bungalows are provided for Harriman, Pauley and myself. A small apartment house will provide general office space fort he delegation. It includes 20-odd rooms which vary in size but which should be adequate fort he purpose, if not ideal.
While I did not have time to examine the Schloss Cecilienhof, General Parks expresses himself as well pleased stating that officers who had been to Yalta and Tehran believe that present arrangement is far more convenient and satisfactory.”