Die drei Delegationen reisten mit einem umfangreichen Tross von Sicherheitsleuten in Potsdam an. Darunter waren Geheimdienstler, Personenschützer, Wachleute und besonders überprüfte Servicekräfte. Als zur Ausrichtung der Konferenz genötigter Gastgeber musste die Sowjetunion die meisten Sicherheitsleute stellen. Wie groß ihre Zahl genau war, woher sie kamen und welche Aufgaben sie konkret hatten, ist bis heute nur bruchstückhaft untersucht. Was fehlt, ist eine sachliche und mit Fakten bzw. Dokumenten unterlegte solide wissenschaftliche Ausarbeitung zu dem Thema.

Am 16. September 1945 verabschiedete das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR einen Erlass „Über die Auszeichnung mit Orden und Medaillen von Generälen, Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten des Volkskommissariats für Innere Angelegenheiten der UdSSR, des Volkskommissariats für Staatssicherheit der UdSSR, des Volkskommissariats für Verteidigung der UdSSR und von Mitarbeitern des Volkskommissariats für Außenhandel“. [1] Es handelte sich hierbei um Personen, die mittelbar oder unmittelbar in die Vorbereitung und Durchführung der Potsdamer Konferenz eingebunden waren. Aber es waren auch Personen darunter, die diese Arbeit bereits in Verbindung mit der Konferenz der Alliierten Staatsoberhäupter in Jalta geleistet hatten.
2.856 Personen sind in dem Erlass mit vollem Namen und, sofern es sich um Militärangehörige handelte, mit Dienstgrad aufgeführt. Für rund 70 der aufgeführten Personen sind in der im Internet veröffentlichten Übersicht biografische Angaben hinterlegt.
Der Leninorden[2] wurde zweimal vergeben, der Rotbannerorden[3] 26mal, der Suworow-Orden 2. Klasse[4] viermal, der Kutusow-Orden 2. Klasse[5] 11mal und der Kutusow-Orden 3. Klasse sechsmal. Weiterhin wurden vergeben: der Orden des Großen Vaterländischen Krieges 1. Klasse[6] an 56 Personen und 2. Klasse an 216 Personen; der Orden des Roten Sterns[7] an 799 Personen; der Orden „Zeichen der Ehre“[8] an 102 Personen; die Medaille „Für Tapferkeit“[9] an 143 Personen; die Medaille „Für Verdienste im  Kampf“ an 1.360 Personen; die Medaille „Für heldenmütige Arbeit“[10] an 30 Personen und die Medaille „Für ausgezeichnete Arbeit“[11] an 101 Personen.Den Leninorden erhielten der sowjetische Kommandant des Sperrgebiets Neubabelsberg, in dem sich die Residenzen der drei Staatsoberhäupter befanden, Generaloberst Sergej Nikiforowitsch Kruglow, und der Chef von Stalins Leibgarde, Generalleutnant Nikolai Sidorowitsch Wlasik.

Die Grundlage für alle Maßnahmen in Verbindung mit der Potsdamer Konferenz bildete der Befehl des NKWD der UdSSR vom 6. Juni 1945 „Об  обеспечении специальных мероприятий по объектам «Пальма»“ (deutsch: Über die Sicherstellung besonderer Maßnahmen für die Objekte “Palme“). Darin war unter anderem die personelle Verantwortung für die Vorbereitung der Konferenz festgelegt worden.[12]

In welchem Umfang die Sicherheit der Reiseroute Stalins von Moskau nach Potsdam garantiert wurde und wie die Sicherheitsmaßnahmen vor Ort aussahen, geht aus einem Bericht Lawrentij Berijas vom 2. Juli 1945 hervor:

An den Genossen Stalin J. W.
An den Genossen Molotow W. M.

Das NKWD der UdSSR berichtet über die Beendigung der Vorbereitung der Maßnahmen zur Vorbereitung des Empfangs und der Unterbringung der bevorstehenden Konferenz. Vorbereitet sind 62 Villen (10.000 Quadratmeter) und ein Zwei-Etagen-Einzelhaus für den Genossen Stalin, 15 Zimmer, eine offene Veranda, Mansarde (400 Quadratmeter). Das alleinstehende Gebäude ist mit allem ausgestattet. Es gibt ein Post- und Telegraphenamt. Es ist für Vorräte an Wild, Geflügel, gastronomischen und Kolonialwaren sowie anderen Produkten und Getränken gesorgt. Es sind Nebenwirtschaften sieben Kilometer von Potsdam geschaffen worden, mit Tier- und Geflügelfarmen, Gemüseanbau; es arbeiten zwei Brotbäckereien. Das gesamte Personal ist aus Moskau. Zwei spezielle Flughäfen stehen bereit. Für die Bewachung stehen sieben Regimenter der NKWD-Truppen und 1.500 Personen aus der operativen Mannschaft zur Verfügung. Die Bewachung ist in drei Ringen organisiert. Der Leiter der Leibwache des alleinstehenden Hauses ist Generalleutnant Wlasik. Die Bewachung des Konferenzorts übernimmt Kruglow. Ein Sonderzug ist vorbereitet. Die Reiseroute beträgt 1.923 Kilometer Länge (1.095 durch die UdSSR, 594 durch Polen, 270 durch Deutschland). Für die Sicherheit des Weges sorgen 17.000 Mann aus den Truppen des NKWD, 1.515 Personen aus der operativen Mannschaft. An jedem Kilometer der Eisenbahnstrecke stehen 6 bis 15 Personen Wache. Auf der Geleitlinie werden 8 Panzerzüge der Truppen des NKWD fahren.
Für Molotow ist ein zweigeschossiges Gebäude vorbereitet worden (11 Zimmer). Für die Delegation 55 Villen, darunter acht einzelnstehende Häuser.

2. Juli 1945 L. Berija [13]

Um die Sicherheit Stalins zu gewährleisten, waren 900 Leibwächter aufgeboten worden, die sich vermutlich unter den von Berija genannten „1.500 Personen aus der operativen Mannschaft“ befinden. Für die Sicherheit am Aufenthaltsort von Stalin, Neubabelsberg, und am Konferenzort, Schloss Cecilienhof im Neuen Garten, war – wie Berija weiter informierte – „das Einsatzpersonal der 6. NKGB-Abteilung zuständig, angeordnet in drei konzentrischen Ringen mit insgesamt 2041 Beamten“.[14] Für den Schutz der Telefonleitungen standen 16 dem NKWD unterstellte Kompanien zur Verfügung und es gab elf schnelle Flugverbindungen zwischen Berlin und Moskau.[15] Neben den Volkskommissariaten für Inneres und Staatssicherheit war auch das für Verteidigung in  die Sicherheitsmaßnahmen eingebunden. Alle waren der Oberaufsicht durch das NKWD unterworfen.

Das NKWD und seine Inneren Truppen auf der  Konferenz

In den Darstellungen zur Geschichte der sowjetischen Besatzungszone, insbesondere zur Potsdamer Konferenz, wird – wenn es um das NKWD geht – sehr oft das maskuline grammatikalische Geschlecht „der“ verwendet. Wer sich mit der Thematik genauer befasst hat, nimmt das neutrale grammatikalische Geschlecht „das“. Was sachlich richtig ist. Da es bei mit der Sowjetunion oder Russland verbundenen Themen jedoch sehr oft um Propaganda geht, dominiert „der“. Denn dieser Artikel impliziert, dass es sich beim NKWD vor allem um einen Geheimdienst oder ähnliches gehandelt habe. Dass es den Charakter eines Ministeriums trug, wird dabei (oft bewusst) vernachlässigt.

Das NKWD wurde am 10. Juli 1934 als sowjetisches Unionsministerium gegründet und trug die Bezeichnung Volkskommissariat für innere Angelegenheiten (kurz: NKWD = Narodnyj kommissariat wnutrennich del, russisch НКВД = Народный комиссариат внутренних дел). Diese Bezeichnung war von 1934 bis 1946 gebräuchlich. Die Aufgaben des NKWD und seine Struktur veränderten sich in dieser Zeit mehrfach. 1945 bestand das NKWD aus den folgenden Hauptverwaltungen:

  • ГУГБ — Hauptverwaltung für Staatssicherheit (Главное управление государственной безопасност)[16]
  • ГУРКМ — Hauptverwaltung der Arbeiter- und Bauern-Miliz (Главное управление рабоче-крестьянской милиции)[17]
  • ГУПиВО — Hauptverwaltung Grenzsicherheit und Innere Sicherheit (Главное управление пограничной и внутренней охраны)
  • ГУПО — Hauptverwaltung Feuerwehr und Brandschutz (Главное управление пожарной охраны)
  • ГУШосДор — Hauptverwaltung Straßen- und Verkehrswesen (Главное управление  шоссейных дорог)
  • ГУЛАГ — Hauptverwaltung der Lager (Главное управление лагерей)[18]
  • ГЭУ — Hauptverwaltung Wirtschaft (экономики)
  • ГТУ — Hauptverwaltung Transport (транспорта)
  • ГУВПИ — Hauptverwaltung für die Angelegenheiten der Kriegsgefangenen und Internierten (Главное управление по делам военнопленных и интернированных)

Bei der Potsdamer Konferenz kamen vor allem die Hauptverwaltungen Grenzsicherheit und Innere Sicherheit (ГУПиВО) und für Staatssicherheit (ГУГБ) des NKWD zum Einsatz. Den Hauptteil an Personal stellte die Hauptverwaltung Grenzsicherheit und Innere Sicherheit. Unter dem Begriff „Innere Truppen“ werden diese Personen und Einheiten in den Veröffentlichungen zusammengefasst.

Nach der Gründung des NKWD 1934 wurden auf der Grundlage des bisherigen Grenzschutzes und der Truppen der OGPU[19] (Vereinigte Staatliche Politische Verwaltung – Объединённое государственное политическое управление) die Grenzschutztruppen und die Truppen des NKWD geschaffen. Zu ihren Aufgaben gehörten: der Schutz der Staatsgrenze der UdSSR, der Kampf gegen Banditentum und gegen dessen Unterstützer, der Schutz von Eisenbahnen und Industrieunternehmen, der Schutz von Haftanstalten und die Begleitung von Gefangenen. Die Truppen waren der Hauptdirektion für Grenze und Innere Sicherheit des NKWD unterstellt. Am 29. September 1938 wurde es in die Hauptdirektion für die Grenz- und Innentruppen umgewandelt.

Mit dem Dekret des Rates der Volkskommissare der UdSSR “Über die Umstrukturierung der Verwaltung der Grenz- und Inneren Truppen” vom 2. Februar 1939 und mit dem Beschluss des NKWD Nr. 00206 vom 8. März 1939 wurde diese in sechs Hauptdirektionen aufgeteilt (Grenztruppen, NKWD-Truppen zum Schutz besonders wichtiger Militär- und Industrieunternehmen, zum Schutz des Eisenbahnnetzes, Begleittruppen, Hauptverwaltung für Versorgung der Inneren Truppen und Hauptverwaltung für Militärische Bauten) und es wurde der Posten des stellvertretenden Volkskommissars für die Inneren Truppen eingeführt.
Aufgrund ihrer besonderen Rolle im Unterdrückungsapparat der Sowjetunion wurden die Hauptverwaltung der Lager (ГУЛАГ –  Главное управление лагерей, GULAG) und die als Politische Polizei eingesetzten Einheiten des NKWD synonym für das NKWD.

Vom 11. März 1942 bis zum 2. April 1948 war Arkadij Nikolajewitsch Apollonow Stellvertreter für die Inneren Truppen des Volkskommissars für Innere Angelegenheiten der UdSSR, ab 29. Oktober 1943 im Rang eines Generaloberst. Im Mai und Juni 1945 leitete er die Deportation der Bevölkerung Ostpreußens und des Baltikums sowie der Ostukraine.[20]

Struktur des NKWD im Jahr 1945. [21]
Aus den eingangs wiedergegebenen Angaben Berijas und aus weiteren inzwischen zugänglich gewordenen Informationen lässt sich die nachfolgende Übersicht der während der Potsdamer Konferenz zum Einsatz gekommenen Einheiten des NKWD aufstellen. Sie ist vermutlich nicht vollständig, aber geht über das bislang Bekannte hinaus.

Gesamtübersicht der eingesetzten Mittel und des Personals:

8 Panzerzüge des NKWD der UdSSR
(8 бронепоездов НКВД СССР)

Operative Mitarbeiter des NKWD (1.500 Personen)
(Оперативные сотрудники НКВД,1 500 чел)

Truppen des NKWD (7 Regimenter)
(Войска НКВД СССР: 7 полков)

Einzelübersicht der Einheiten des NKWD:

1. Motschützenregiment der 1. Selbständigen Motschützen-Division zur besonderen Verwendung „Felix E. Dshershinski“ der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
(1. мотострелковый Краснознаменный полк 1 отдельной мотострелковой дивизии особого назначения им. Ф.Э.Дзержинского Внутренних войск НКВД СССР)

32. Schützenregiment der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
(32 стрелковый полк ВВ НКВД СССР)

38. Grenzregiment der Truppen des NKWD zum Schutz des Hinterlandes der kämpfenden Roten Armee
(38 пограничный Краснознаменный ордена Суворова 3 ст. полк войск НКВД СССР по охране тыла Действующей Красной Армии)

87. Grenz-Schützenregiment der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
(
87 Осовецкий пограничный стрелковый полк Внутренних войск НКВД СССР)[22]

92. Grenz-Schützenregiment der der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
(92 Карпатский Краснознаменный пограничный стрелковый полк Внутренних войск НКВД СССР)

97. Grenz-Schützenregiment der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
(97 Черновицкий пограничный стрелковый полк Внутренних войск НКВД СССР)

Sonderbataillon des 108. Schützenregiments der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR mit einem Personalbestand von 400 Leuten
(Сводный батальон от 108 стрелкового полка ВВ НКВД СССР в количестве  400 человек)

Bataillon des 118. Schützenregiments der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
(Батальон  от 118 стрелкового полка ВВ НКВД СССР)

219. Grenzregiment der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
(219 пограничный полк Гдынский ордена Кутузова 3 ст. полк Внутренних войск НКВД СССР)

273. Schützenregiment der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
(273 стрелковый Гданьский полк Внутренних войск НКВД СССР)[23]

Alle Angehörigen der für die Potsdamer Konferenz eingesetzten Truppen des NKWD wurden vorab einer Sicherheitsüberprüfung durch die Spionageabwehr „Smersch“ unterzogen, sowie deren Bewaffnung erneuert und ebenfalls überprüft.

Zu den vorstehend aufgeführten Einheiten konnten bislang folgende Informationen gefunden werde

1. Motschützenregiment der 1. Selbständigen Motschützen-Division zur besonderen Verwendung „Felix E. Dshershinski“ der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
Kommandeur des 1. Motschützenregiments war zur Zeit der Potsdamer Konferenz Oberst Isaak Lwowitsch Kabakow.[24]

63. Schützendivision der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
Die am 28. Februar 1945 gebildete 63. Schützendivision der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR (63-я стрелковая дивизия внутренних войск МВД СССР) bestand aus dem 32. Schützenregiment, dem 108. Schützenregiment und dem 273. Schützenregiment. Alle drei Regimenter kamen während der Potsdamer Konferenz zum Einsatz. Divisionskommandeur war von Januar 1945 bis 2. Februar 1946 Oberst Jewgenij Fjodorowitsch Ignatow[25]. Die 63. Schützendivision gehörte zum Bestand der Hauptabteilung Truppen des NKWD der 2. Belorussischen Front und kam bis zum Kriegsende in Ostpreußen, Pommern und den nördlichen Gebieten Brandenburgs zum Einsatz. Die Feldpostnummer (Полевая почта) lautete № 93802.[26]

32. Schützenregiment der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
Das 32. Schützenregiment hatte die Feldpostnummer 53475. Regimentskommandeur war Oberstleutnant Alexander Michailowitsch Swistunow[27]. Er gehörte zu den am 16. September 1945 ausgezeichneten Personen.

Sonderbataillon des 108. Schützenregiments der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
Das Sonderbataillon des 108. Schützenregiments der Inneren Truppen der UdSSR, Feldpostnummer 86628,[28] hatte als Regimentskommandeur Oberstleutnant Boris Alexandrowitsch Schurkin[29]. Auch er war unter den Ausgezeichneten vom 16. September 1945.

273 Schützenregiment der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
Das 273. Schützenregiment gehörte ebenfalls zur 63. Schützendivision. Regimentskommandeur war Oberstleutnant Sergej Timofejewitsch Politykin[30].

92. Grenz-Schützenregiment der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
Das 92. Grenz-Schützenregiment der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR stand von 1942 bis 1948 unter der Führung von Sinowij Osipowitsch Bljumin (geb. 1907, gest. 1993)[31]. 1945 trug er den Dienstgrad eines Oberstleutnants.

Sinowij Osipowitsch Bljumin

Seine Einheit kam vor dem Kriegsende bei der Sicherung des Hinterlands der 4. Ukrainischen Front zum Einsatz.

17. Juli – 2. August 1945
Das 92. Grenzregiment übernahm unter seinem Kommando den militärischen Schutz der historischen Potsdamer Konferenz. Es war dieses Regiment unter dem Kommando von Oberst Z. O. Bljumin, dem der Staat eine äußerst wichtige Aufgabe anvertraute.[32]

Unter der Führung von Oberstleutnant Bljumin gehörte es nach der Potsdamer Konferenz zunächst zum Bestand der Inneren Truppen der Gruppe der Sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland und ab Januar 1947 bis März 1953 zum Bestand der Inneren Truppen des Ministeriums für Staatssicherheit der UdSSR (MGB) in Deutschland. Es war stationiert in Dresden und in Halle.[33]

97. Grenz-Schützenregiment der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
Der Status des 97. Grenz-Schützenregiments im Jahr 1945 ist sehr schwer nachzuvollziehen. Da dazu kaum Dokumente gefunden werden konnten.

Bataillon des 118. Schützenregiments der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
Es konnte kein Hinweis für die Existenz eines 118. Schützenregiments oder 118. Grenz-Schützenregiments des NKWD gefunden werden, sondern nur für das 118. Garde-Schützenregiment[34].

219. Grenzregiment der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
Hatte in der Endphase des Krieges die Aufgabe, das Hinterland der 2. Belorussischen Front zu sichern.[35] Kommandeur des 219. Grenzregiments soll zur Zeit der Potsdamer Konferenz ein Oberstleutnant (Oberst?) Drosdow gewesen sein.
Nach Beendigung des Krieges wurde das Regiment mit der Gewährleistung der Sicherheit im Hinterland der 1. Belorussischen Front und danach der Gruppe der Sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland beauftragt.[36]

87. Grenz-Schützenregiment der Inneren Truppen des NKWD der UdSSR
Das 87. Grenz-Schützenregiment der Inneren Truppen war mit dem Schutz des Eisenbahnnetzes betraut worden. Ab Juli 1945 war es mit zuständig für die Gewährleistung der Sicherheit im Hinterland der Gruppe der Sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland. Es wurde mit eingesetzt zur Sicherung der Fahrtroute Stalins zur Potsdamer Konferenz. Untergebracht waren die Angehörigen des Regiments auf der Insel Wannsee, vermutlich im Jagdschloss Glienicke oder in Klein Glienicke. In dieser Zeit entstanden 16 Fotos, erstellt von einem professionellen Fotografen und auf der Rückseite mit Widmungen. Sie wurden im Juli 2012 erstmalig auf einer russischen Internetplattform veröffentlicht. Die Bilder legten zuvor einen längeren Weg zurück, so dass sich nicht mehr feststellen lässt, aus welcher Originalquelle sie stammen. Es sind aber die bislang einzigen bekannten Aufnahmen privaten Charakters von Angehörigen der Inneren Truppen des NKWD während der Zeit der Potsdamer Konferenz.
Weitere Fotos aus dieser Quelle entstanden zuvor in Stargard, Tribsees und Demmin.

SMERSCH in Potsdam

Die Verwaltung der Spionageabwehr des Volkskommissariats für Verteidigung (UKR = Управление КонтрРазведки НКО) mit dem symbolischen Namen „Tod den Spionen“ (Смерть шпионам  = SMERSCH) beim Stab der 1. Belorussischen Front ließ sich in der Nähe des Konferenzortes am Rand des Neuen Gartens nieder. Die SMERSCH-Zentrale bestand vor allem aus Personen, die zuvor bei den SMERSCH-Abteilungen der einzelnen Truppenteile der 1. Belorussischen Front gedient hatten.

Die Struktur der Verwaltung der Spionageabwehr „SMERSCH“ einer Front sah wie folgt aus:

  • Leitung (Chef der Verwaltung und seine Stellvertreter)
  • Sekretariat
  • 1. Abteilung (zuständig für die Verwaltung und für den Stab der Front)
  • 2. Abteilung (Spionageabwehrarbeit im Hinterland, Bekämpfung von Fallschirmspringern des Gegners, Arbeit mit Kriegsgefangenen, Überprüfung von im Hinterland und in der Umgebung befindlicher Personen)
  • 3. Abteilung Leitung der Arbeit der untergeordneten Organe, Kampf gegen subversive Aktivitäten ausländischer Geheimdienste, gegen antisowjetische Elemente, Landesverräter, Kriegsverbrecher und Militärverbrechen)
  • 4. Abteilung (Untersuchungsabteilung)
  • Kaderabteilung
  • Buchhaltung
  • Kommandantur[37]

Um die operative Arbeit, die Begleitung und Bewachung von Verhafteten und die Bewachung von Haftanstalten sicherzustellen, wurde der SMERSCH-Verwaltung einer Front ein Schützenbataillon, der SMERSCH-Verwaltung einer Armee eine Schützenkompanie und den SMERSCH-Verwaltungen eines Korps, einer Division und einer Brigade je ein Schützenzug zugewiesen.[38] Die UKR der 1. Belorussischen Front bestand bis zum 10. Juni 1945 und ging in die Spionageabwehr der neu geschaffenen Gruppe der Sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland über. Leiter der Zentrale war bis zu seiner Versetzung im Dezember 1945 Generalleutnant Alexander Anatoljewitsch Wadis.[39]

Generalleutnant Alexander A. Wadis

Seine Nachfolge übte von Dezember 1945 bis Mai 1946 Generalleutnant Pawel Wassiljewitsch Selenin aus. Ihre Stellvertreter:
Iwan Michailowitsch Korjalkow (1944 – 1946)
Generalmajor Grigorij Alexandrowitsch Mel`nikow (21.02.1944 – Mai 1946)
Generalmajor Alexej Matwejewitsch Sidnjew (06.07.1944 – 10.11.1945)
Generalmajor Jewgenij Nikolajewitsch Gorjainow (17.12.1945 – Mai 1946)

Pawel W. Selenin
Alexej M. Sidnjew
Jewgenij N. Gorjainow

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 4. Mai 1946 wurde die Hauptverwaltung der Spionageabwehr des Verteidigungsministeriums in das Ministerium für Staatssicherheit eingegliedert und zu dessen 3. Hauptverwaltung.[40] Zu der dann auch die vormalige SMERSCH-Zentrale in Potsdam gehörte. Die informative Internetplattform über das Volkskommissariat und spätere Ministerium für Staatsicherheit enthält leider keine detaillierteren Informationen über dessen Zusammensetzung und sein konkretes Wirken in Potsdam. Um die Unterbringung der Mitarbeiter und anderer Militärangehöriger zu gewährleisten wurden vor der Potsdamer Konferenz die Häuser rund um das große Gebäude des Kaiserin-Augusta-Stifts geräumt und ihre Bewohner gezwungen, sich eine neue Bleibe zu suchen.

Hauptmann Alexej Konstantinowitsch Juschkewitsch diente damals in der Potsdamer SMERSCH-Zentrale. Er erinnerte sich, wie Angehörige der SS, des SD und der Gestapo versuchten, sich der Verantwortung zu entziehen. Sie boten Geld, um eine Enttarnung zu verhindern, trugen Kleidung von Häftlingen aus den Konzentrationslagern oder Zivilkleidung.[41]

Auch Georgij Michailowitsch Kuleschow war in Potsdam, vermutlich nur kurz. Zu Kriegsbeginn diente er beim Militärtribunal der 44. Selbständigen Schützenbrigade[42]. Da war er 20 Jahre alt. Geboren am 3. Mai 1921 im Dorf Nikolajewka (Oblast Nowosibirsk), hatte er 1938 die sieben Klassen der Mittelschule absolviert und wollte auf eine Fliegerschule des Militärs. Die Komsomolorganisation entsandte ihn aber für zwei Jahre zur Ausbildung an die Juristische Schule in Krasnojarsk. Nach dem Abschluss der Schule ging er nach Uschur, einer Stadt in der Region Krasnojarsk. Statt einer von ihm erhofften Tätigkeit als Ermittler oder Richter wurde er als Rechtsanwalt eingesetzt. Anfang November 1941 wurde er zum Militär einberufen und in die in Krasnojarsk aufgestellte 44. Selbständige Schützenbrigade eingegliedert.

Am 5. November wurden wir ausgerüstet: Wir erhielten die Uniform und Ausrüstung eines Kommissars: Feldtasche, Klemmbrett und Gürtel mit einem leeren Holster für eine TT-Pistole. Ich zog mich an und ging zum Kollegium der Rechtsanwälte, wo ich den Vorsitzenden Boldankov traf. Er sah mich an und sagte: “Wie männlich Sie in Militäruniform aussehen.”[43]

Am Abend des 20. November 1941 kam er mit seiner Einheit an die Westfront und war mitbeteiligt an der Verteidigung Moskaus.

Bald wurden seine Vorgesetzten auf den tapferen Kämpfer mit juristischer Ausbildung aufmerksam, und im Januar 1942 begann Georgij Kuleschow beim Militärtribunal. Der Veteran erinnerte sich daran, dass er jedoch fast keine Arbeit hatte, weil die Sibirier aus Krasnojarsk keine Gründe für eine Untersuchung hergaben. Der hohe patriotische Geist der Einwohner von Krasnojarsk und die Disziplin waren der Grund dafür, dass beim Tribunal keine Beschwerden eingingen.[44]

Im Februar 1942 gehörte Kuleschow dem Militärtribunal der Nord-Westfront an. Im November 1942 kam er zum Spionageabwehrbatallion der 60. Ingenieur-Pionierbrigade. Mit der Bildung der Hauptverwaltung Spionageabwehr des Verteidigungsministeriums „SMERSCH“ im Jahr 1943 wurde er zu der für die Nord-Westfront zuständigen Abteilung berufen und diente in der Spionageabwehr von Mai 1943 bis Sommer 1945.

Bis Kriegsende fing er Spione, feindliche Saboteure und Deserteure. 1944 wurde ein besonders gefährlicher Verbrecher gefasst, der von einem Geheimversteck mit wichtigen Dokumenten und Waffen erzählte. Die gesamte Spezialeinheit zog an den von ihm genannten Ort, der sich auf einem Friedhof befand, und wurde dort überfallen. Nach einem langen Feuergefecht nahmen sie fast die gesamte Bande fest, öffneten das Geheimversteck und nahmen seinen Inhalt heraus, wodurch ein schweres und kompliziertes Verbrechen aufgedeckt wurde.[45]

Er erlebte die Kämpfe um Berlin und laut Fotos war er am 9. Mai 1945 sowohl in Berlin als auch in Potsdam. Wie lange er hier war, ist nicht bekannt.

Kuleschow beim „SMERSCH“ 1944
Beide Fotos sollen am 9. Mai 1945 entstanden sein. Das linke in Potsdam (Kuleschow, hinten) und das rechte in Berlin.
Vermutlich entstand es auch auf der Insel Wannsee.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pinj Kiseljewitsch Browerman, geb. 6. Mai 1915, war zunächst Начальник отделения ОКР “СМЕРШ” 8 ВА (Kommandeur der Abteilung der Verwaltung Spionageabwehr „SMERSCH“ der 8. Luftarmee) im Rang eines Hauptmanns und dann im Dienstrang eines Gardemajors des MGB als Sicherheitsoffizier während der Potsdamer Konferenz tätig. Sein drei Jahre älterer Bruder Aron war am 28. Februar 1942 gefallen.[46] Sein sechs Jahre jüngerer Bruder Schmilyk arbeitete ebenfalls für „SMERSCH“. Zuletzt im Rang eines Gardehauptmanns.[47] Pinjs Laufbahn bei der Spionageabwehr führte über die УКР “СМЕРШ” der Südfront, ОО НКВД der Südfront zur ОКР “СМЕРШ” 8 ВА.  Am 30. September 1943 wurde er mit dem Orden „Roter Stern“ ausgezeichnet. In der Begründung für die Auszeichnung wird er folgt bewertet:

Тов. БРОВЕРМАН с первых дней Отечественной войны в действующей армии, участник обороны СТАЛИНГРАДА.
Образцово организовал контроль и руководство за деятельностью органов контрразведки “СМЕРШ” 28 армии. Конкретно и целеустремлённо разработал оперативные мероприятия, по которым в воинских соединениях армии было разоблачено значительное количество агентов германской разведки, изменников и другого контрреволюционного элемента.
Тов. БРОВЕРМАН в период наступательных боёв, систематически выезжая в органы “СМЕРШ” передовых частей, проделал большую работу по оказанию помощи оперативному составу органов “СМЕРШ” в организации поимки и репрессированию шпионов, предателей и изменников Родины.
В боевой обстановке ведёт себя мужественно.

Am 27. Mai 1945 wurde er mit dem Orden „Großer Vaterländischer Krieg“ 2. Stufe ausgezeichnet und wie folgt beschrieben:

Тов. БРОВЕРМАН с первых дней Отечественной войны в действующей армии, участник обороны СТАЛИНГРАДА.
Образцово организовал контроль и руководство за деятельностью органов контрразведки “СМЕРШ” 28 армии. Конкретно и целеустремлённо разработал оперативные мероприятия, по которым в воинских соединениях армии было разоблачено значительное количество агентов германской разведки, изменников и другого контрреволюционного элемента.
Тов. БРОВЕРМАН в период наступательных боёв, систематически выезжая в органы “СМЕРШ” передовых частей, проделал большую работу по оказанию помощи оперативному составу органов “СМЕРШ” в организации поимки и репрессированию шпионов, предателей и изменников Родины.
В боевой обстановке ведёт себя мужественно.[48]

Pinj Kiseljewitsch Browerman.
Browerman im Fronteinsatz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leonid Georgijewitsch Iwanow war 1945 auch in Potsdam bei den Sicherheitsorganen tätig. Am 18. August 1918 wurde er in dem Dorf Tschernawka (Oblast Tambow) geboren. Schloss mit ausgezeichneten Leistungen die Mittelschule ab und nahm danach ein Studium an der Technischen Universität für Ferndmeldewesen und Informatik in Moskau auf. Und wurde während dieser Zeit Mitarbeiter des NKWD. 1944 verrichtete er seinen Dienst bei der 5. Stoßarmee. Unter der Führung Bersarins kam er mit der 1. Belorussischen Front, deren Sonderabteilung für Spionageabwehr „Smersch“ er angehörte, bis nach Berlin.
An die Kapitulation der Berliner Garnison am 2. Mai 1945 erinnert er sich wie folgt:

Kapitulation. Bersarin lud mich ein – also war ich bei der Kapitulation zugegen. Das bedeutete – zwei Panzer, rechts und links, bildeten den Eingang, dann ein Zug Maschinengewehrschützen. Dann, die Deutschen – der Teufel wusste: Alles war möglich. Hier – die Gruppe der Generäle. Und – ich: Offizier, Major … ging – anderthalb Stunden zogen die Kolonnen vorbei. Dabei war ein Offizier mit Kneifer, so stolz: nicht wie ein Gefangener, sondern wie auf einer Parade. Ein anderer – sein Kopf gesenkt, der dritte – schaut wütend zu uns … so zogen sie vorbei.[49]

Er war dann auch bei der offiziellen Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde zugegen, zuständig für die Sicherheit.

Ich stellte Mitarbeiter an allen Ecken auf und befahl: „Lassen Sie niemanden herein: keinen Militärangehörigen, auch wenn er die Uniform eines Offiziers trägt. Der Befehl – “Stopp!” Wird dem nicht gefolgt, schießen Sie, um zu töten.” Warum? Vielleicht trägt ein Deutscher diese Uniform! Wirft eine Granate durch das Fenster und das wars. …
Ich selbst ging in das Gebäude. War ja dazu berechtigt und sah dort viele Leute Da Schukow, und dort war noch Serow, der Stellvertreter des Volkskommissars für Innere Angelegenheiten. Er kannte Schukow gut aus Kiew. Schukow war Chef des Militärbezirks Kiew, und Serow war der zuständige Volkskommissar des NKWD.[50]

Wie Iwanow in einem mit ihm am 10. September 2017 geführten Interview berichtete, bestand die Sonderabteilung der Spionageabwehr einer Front aus 52 Personen. Die einer Division aus 21. Dazu kamen der Kommandant, die Sekretärin, der Chiffrierer und der Dolmetscher. In einem Regiment bestand die Spionageabwehr aus drei Personen. Ein Oberkommissar und zwei Kommissare. Die überwiegende Zahl der Mitarbeiter der Spionageabwehr waren ehemalige Armeeangehörige.

In seiner Biografie wird es nicht eindeutig erwähnt, aber es ist davon auszugehen, dass Iwanow in hochrangiger Position in die Sicherheitsmaßnahmen der Potsdam Konferenz eingebunden war. Zu diesem Zeitpunkt im Rang eines Oberstleutnants.[51]

Leonid G. Iwanow,
Vor dem Reichstag in Berlin (Iwanow 1. von rechts).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wassili Iwanowitsch Titow diente 1945 bei SMERSCH in Potsdam. Am 11. Mai 1926 geboren, wurde er als 17jähriger zum Wehrdienst einberufen und kam zu den Flugabwehrtruppen. Am 14. Januar 1945 war er bei der Überwindung der Weichsel dabei und sowohl an der Befreiung Warschaus und am Sturm auf Berlin beteiligt. Nach der Befreiung diente er von 1945 bis 1950 (vermutlich) als Kraftfahrer bei der Spionageabwehr in Potsdam. In einem mit ihm geführten Interview berichtete Titow:

1945 bin ich von der Flugabwehr zu SMERSH gekommen … es gab so ein Büro – “Tod für Spione!”, Ich habe dort als Fahrer gedient. Pkw fuhren wir hauptsächlich in Berlin, durch die verschiedenen Besatzungszonen. Ich kannte keine Sprachen, mit den Amerikanern sprach ich “mit den Händen“. [52]

Michail Matwejewitsch Bjelogurow war ebenfalls in der Potsdamer Zentrale von „SMERSCH“ tätig. Iwan Iwanowitsch Schalai, der als Soldat von „SMERSCH“ verhaftet worden war lernte ihn als Untersuchungsführer im Rang eines Oberleutnants kennen. Bjelogurow, geb. 20.06.1920, wurde 1941 in Ischanowo im Oblast Kemerowo zum Militärdienst eingezogen. Er diente zunächst beim Selbständigen Granatwerfer-Bataillon der 84. Schützenbrigade und später, bis zu seinem Dienstende in der Spionageabwehr. Sein letzter Dienstrang war der eines Majors. Er lebte mit seiner Familie in Omsk, wo er am 13. August 1980 verstarb.[53]

 

 

 

 

 

 

Michail M. Bjelogurow

 

 

Dmitrij Anjompodistowitsch Tichomirow war von August 1945 bis Oktober 1949 Leitender Untersuchungsführer in der Untersuchungsabteilung der Spionageabwehr „SMERSCH“ in Potsdam. Zuvor war er Untersuchungsführer bei „SMERSCH“ in Moskau. Er wurde am 15. Oktober 1918 geboren und verstarb am 5. Dezember 2005 in Rostow am Don.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dmitrij A. Tichomirow

 

 

 

Nikolai Nikolajewitsch Terjochin (geb. 1907) war seit Mitte der 1930er Jahre Angehöriger der Staatssicherheit, ab 1943 im Rang eines Oberstleutnants. Am Kriegsende diente er vermutlich in der Spionageabwehr der 4. Ukrainischen Front und kam von dort in die Zentrals von SMERSCH nach Potsdam, wo er stellvertrender Chef der Unterabteilung I war.

Konstantin Abramowitsch Artjomenko (geb. 1909) kam von der Spionageabwehr der 2. Panzerarmee in das SMERSCH-Hauptquartier in Potsdam. 1945 hatte er den Dienstarng eines Hauptmanns. Seit März 1936 war er Mitarbeiter des NKWD und ab Oktober 1943 diente er bei SMERSCH.[54]

Nikolai Josifowitsch Tereschenko (geb. 1913) diente 1945 im Rang eines Majors bei der Spionageabwehr der 51. Armee und kam von dort in das Potsdamer Hauptquartier. Im Juni 1936 begann er seine Laufbahn bei der Staatssicherheit mit seiner Ernennung zum Sergeanten. Seit November 1943 war er bei SMERSCH.[55]

Hauptmann Artjom Prokopjewitsch Garascha kam von der Spionageabwehr der 1. Belorussischen Front in das SMERSCH-Hauptquartier in Potsdam.

Major Nochim Nochimowitsch Gerschgorin, Mitarbeiter der Spionageabwehr der 1. Belorussischen Front.

Generalleutnant Pjotr Iwanowitsch Iwaschutin (geb. 5 September 1909, gest. 4. Juni 2002) war 1939 Hauptmann der Staatssicherheit und ab Juli 1945 Chef der Spionageabwehr „SMERSCH“ der Südgruppe der Roten Armee. 1946 übernahm er die Leitung der der Spionageabwehr des Ministeriums für Staatssicherheit bei der Südgruppe und im November 1947 die Spionageabwehr der Gruppe der Sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland.[56]

 

 

 

 

 

 

Pjotr I. Iwaschutin

 

 

 

Sergej Alexejewitsch Alexejew lernte „SMERSCH“ auf andere Weise kennen. Der 1871 geborene Religionsphilosoph, der unter dem Pseudonym „Sergej Askoldow“ publizierte, wurde unter der Sowjetmacht 1927 und 1930 verhaftet und verbannt. Ab 1933 lebte er arbeitslos in Nowgorod. Den Krieg nutzte er für die Zusammenarbeit mit der deutschen Besatzungsmacht und um sowjetisches Territorium zu verlassen. 1941 hielt er sich in Prag auf, später in Berlin. Im Mai 1945 wurde er in der Russischen Kolonie Alexandrowka in Potsdam von „SMERSCH“ verhaftet. Er starb am 23. Mai 1945 in Potsdam als SMERSCH-Häftling.[57]

Staatssicherheit in Potsdam

Die ГУГБ — Hauptverwaltung für Staatssicherheit (Главное управление государственной безопасност)[58] war von 1934 bis 1943 Teil des NKWD. 1941 kurzzeitig selbstständig unter der Bezeichnung „Ministerium für Staatssicherheit der UdSSR“ und von 1943 bis 1946 „Volkskommissariat für Staatssicherheit der UdSSR“ (NKGB). Trotz einer gewissen Selbstständigkeit unterlag es der Oberaufsicht des NKWD, d.h. Berijas.

Chef des Volkskommissariats war vom 14. April 1943 bis zum 4. Mai 1946 Wsewolod Nikolajewitsch Merkulow[59]. Sein Erster Stellvertreter Bogdan Sacharowitsch Kobulow (14.04.1943 bis 04.12.1945)[60] und sein Stellvertreter für Personalangelegenheiten Michail Georgijewitsch Swinelupow (11.05.1943 bis 31.12.1950)[61]. Im Juli 1945 erhielt Merkulow den militärischen Rang eines Armeegenerals, Korbulow den Rang eines Generalobersts und Swinelupow den eines Generalmajors.

Zum Zeitpunkt der Potsdamer Konferenz hatte das NKGB folgende Struktur:

Sekretariat
Leiter: Avraam Iosifowitsch Kossoi (12.05.1943 bis 20.05.1946)[62]

1. Verwaltung – Aufklärung[63]
Leiter: Pawel Michailowitsch Fitin (12.05.1943 bis 15.06.1946)[64]
Stellvertreter: Gaik Bagdalowitsch Owakimjan (10.09.1943 bis 25.06.1947)[65]

2. Verwaltung – Abwehr bzw. Gegenaufklärung[66] (inklusive der Geheimdienstarbeit in den Auslandsagenturen)
Leiter: Pjotr Wassiljewitsch Fedotow (12.04.1943 bis 09.09.1946)[67]
Stellvertreter: Leonid Fjodorowitsch Rajchman (20.05.1943 bis 19.10.1951)[68]
Dmitrii Gawrilowitsch Rodionow (20.05.1943 bis 15.06.1946)[69]
Ilja Israeljewitsch Iljuschin (20.05.1943 bis 15.06.1946)[70]

3. Verwaltung – Transportfragen[71]
Leiter: Solomon Rafailjowitsch Mil`stein (12.05.1943 bis Juni 1947)[72]
Stellvertreter: Sergeij Alexeijewitsch Klepow (21.05.1943 bis Juni 1946)[73]
Ilja Filippowitsch Pronin
(21.05.1943 bis 04.04.1951)[74]
Alexander Petrowitsch Wolkow (19.11.1943 bis 15.07.1946)[75]

4. Verwaltung – Diversion[76] (Terroristische Einsätze des NKGB im Ausland)
Leiter: Pawel Anatoljewitsch Sudoplatow (11.05.1943 bis November 1946)[77]
Stellvertreter: Leonid Alexandrowitsch Naumow (Mai 1943 bis Oktober 1946)[78]

5. Verwaltung – Chiffrierung und Dechiffrierung[79]
Leiter: Iwan Grigorjewitsch Scheweljew (12.05.1943 bis 15.11.1949)[80]
Stellvertreter: Alexeij Iwanowitsch Kopytzew (Mai 1943 bis Oktober 1949)[81]

6. Verwaltung – Sicherheit[82]
Leiter: Alexander Konstantinowitsch Kusnezow (09.08.1943 bis 15.04.1946)[83]
1. Stellvertreter: Nikolai Sidorowitsch Wlasik (09.08.1943 bis 15.04.1946)[84]
Stellvertreter: Dmitrij Nikolajewitsch Schadrin (17.05.1943 bis 15.04.1946)[85]
Alexander Jakowlewitsch Jegnataschwili
(17.05.1943 bis 28.05.1945)[86]

Verwaltung des Kommandanten des Moskauer Kremls[87]
Leiter: Nikolaj Kirillowitsch Spiridonow (12.05.1943 bis 05.03.1953)[88]
Stellvertreter: Nikolaj Semjonowitsch Spigow (12.05.1943 bis April 1947)[89]
Pjotr Jewdokimowitsch Kosynkin
(14.04.1943 bis 15.02.1953)[90]

Verwaltung für Administration-Wirtschaft-Finanzen (Kontrolle der dem NKGB unterstehenden Wirtschaftsunternehmen, Bergwerke und Bauvorhaben)

Einheit für besonders wichtige Aufgaben[91] (Spionage, Bekämpfung „antisowjetischer“ Tätigkeit)
Leiter: Lew Jemeljanowitsch Wlodsimirskij (12.05.1943 bis 20.05.1946)[92]
Stellvertreter: Lew Leonidowitsch Schwarzman (15.05.1943 bis 13.07.1951)[93]
Boris Wenjamowitsch Rodos (15.05.1943 bis 20.05.1946)[94]
Mitarbeiter: Sergeij Michailowitsch Kuschnerow (15.05.1943 bis 05.08.1946)[95]
Viktor Georgijewitsch Zepkow (01.10.1944 bis Januar 1947)[96]

Abteilung „A“ – Archiv und Dokumentation[97]
Leiter: Arkadij Jakowlewitsch Gerzowskij (12.05.1943 bis 16.05.1953)[98]

Abteilung „B“ – Einsatz Operativer Technik (Abhören, Überwachung)[99]
Leiter: Jewgenij Petrowitsch Lapschin (12.05.1943 bis 24.10.1946)[100]

Abteilung „V“ – Postüberwachung und Handschriftenentzifferung[101]
Leiter: Wladimir Timofejewitsch Smorodinskij (Mai 1943 bis 1945)[102]
Stellvertreter: Nikolai Naumowitsch Kalinin (Dezember 1944 bis 1948)[103]
Solomon Grigorjewitsch Guterman (ab Januar 1945)[104]

Kaderabteilung[105]
Leiter: Michail Georgijewitsch Swinelupow
(11.05.1943 bis 31.12.1950)[106]
Stellvertreter: Iwan Andrijanowitsch Babkin (Mai 1943 bis 28.06.1946)[107]

Bei der Vorbereitung und Durchführung der Potsdamer Konferenz war das Volkskommissariat für Staatssicherheit mit dem folgenden Personal eingebunden:

Mitarbeiter des NKGB der UdSSR (Objektschutz, Kraftfahrer, Personenschutz)
(Сотрудники НКГБ СССР: постовая охрана объектов, водители, сотрудники личной охраны)

Soweit die einzige bislang bekannte Benennung, die so im russischsprachigen Internet veröffentlicht wurde. Es ist aber davon auszugehen, dass wesentlich mehr Personal im Einsatz war. So lange die Dokumente dazu nicht veröffentlicht wurden, lässt sich der Personalbestand mit Hilfe der vorstehenden Übersicht dennoch genauer eingrenzen.  Das ist aber eine Arbeit, die eine Person allein nicht zu leisten vermag.

Bei der Potsdamer Konferenz zum Einsatz gelangtes Personal kam, was die technischen Themen anbelangte, auf jeden Fall aus der 3. Verwaltung des NKGB (Transportfragen – Kraftfahrer und technisches Personal), aus der 5. Verwaltung (Chiffrierung und Dechiffrierung), aus der 6. Verwaltung (Objekt- und Personenschutz), aus der Einheit zur Bekämpfung von Spionage und „antisowjetischer“ Tätigkeit, aus der Abteilung „B“ (Abhören und sonstige technische Überwachung) sowie aus der Abteilung „V“ (Postüberwachung).
Die einmalige Gelegenheit zum Abschöpfen von Informationen bzw. zur Rekrutierung von Agenten wollten selbstverständlich auch die Hauptverwaltungen 1 und 2 nutzen. Weshalb sie entweder über Personal der vorgenannten Verwaltungen oder mit eigenen Leuten aktiv wurden. Letztere waren vor allem unter den für die Konferenz zugelassenen bzw. in die Delegationen eingeschleusten Journalisten und Fotografen zu finden.

Doch alle Überlegungen darüber müssen sich im Bereich der Spekulation bewegen, so lange es keinen Zugang zu den in den Archiven liegenden Dokumenten gibt.

Anmerkungen

[1] https://nkvd.memo.ru/index.php/%D0%94%D0%BE%D0%BA%D1%83%D0%BC%D0%B5%D0%BD%D1%82:%D0%A3%D0%BA%D0%B0%D0%B7_%D0%9F%D1%80%D0%B5%D0%B7%D0%B8%D0%B4%D0%B8%D1%83%D0%BC%D0%B0_%D0%92%D0%A1_%D0%A1%D0%A1%D0%A1%D0%A0_%D0%BE%D1%82_16.09.1945_%E2%80%94_%D1%87%D0%B0%D1%81%D1%82%D1%8C_1_%D0%B8%D0%B7_8

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Leninorden

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Rotbannerorden

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Suworow-Orden

[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Kutusoworden

[6] https://de.wikipedia.org/wiki/Orden_des_Gro%C3%9Fen_Vaterl%C3%A4ndischen_Krieges

[7] https://de.wikipedia.org/wiki/Orden_des_Roten_Sterns

[8] https://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenzeichen_der_Sowjetunion

[9] https://de.wikipedia.org/wiki/Tapferkeitsmedaille_(Sowjetunion)

[10] https://de.wikipedia.org/wiki/Medaille_%E2%80%9EF%C3%BCr_heldenm%C3%BCtige_Arbeit%E2%80%9C

[11] http://mondvor.narod.ru/MTrOtl.html

[12] Siehe: https://potsdam.presseclubpotsdam.com/?p=1125.

[13] Государственный архив Российской Федерации. Ф.9401.Оп.2.Д. 97.Т.VI.Лл.124 — 130.
Zitiert in: Wolkogonow, Dimitri: Stalin. Triumph und Tragödie. Ein politisches Porträt, Berlin 2015, S. 687 f.

[14] Zitiert in: Montefiore, Simon Sebag: Stalin. Am Hof des Roten Zaren, Frankfurt am Main 2009, S. 567.

[15] Vgl. ebenda, S. 568.

[16] https://en.wikipedia.org/wiki/Main_Directorate_of_State_Security

[17] https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%93%D0%BB%D0%B0%D0%B2%D0%BD%D0%BE%D0%B5_%D1%83%D0%BF%D1%80%D0%B0%D0%B2%D0%BB%D0%B5%D0%BD%D0%B8%D0%B5_%D1%80%D0%B0%D0%B1%D0%BE%D1%87%D0%B5-%D0%BA%D1%80%D0%B5%D1%81%D1%82%D1%8C%D1%8F%D0%BD%D1%81%D0%BA%D0%BE%D0%B9_%D0%BC%D0%B8%D0%BB%D0%B8%D1%86%D0%B8%D0%B8_%D0%9D%D0%9A%D0%92%D0%94_%D0%A1%D0%A1%D0%A1%D0%A0

[18] https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%93%D0%A3%D0%9B%D0%90%D0%93

[19] Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Gossudarstwennoje_polititscheskoje_uprawlenije

[20] Zur Person: http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/apollonov_a_n.htm

[21]

[22] http://www.sammler.ru/index.php?showtopic=113547&page=3

[23] Voyska NKVD v gody Velikoy Otechestvennoy voyny, Москва 2019, S. 69.

[24] https://www.rulit.me/books/diviziya-imeni-dzerzhinskogo-read-210990-135.html

[25] Für die Suche: https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=%D0%BF%D0%BE%D0%BB%D0%BA%D0%BE%D0%B2%D0%BD%D0%B8%D0%BA+%D0%95%D0%B2%D0%B3%D0%B5%D0%BD%D0%B8%D0%B9+%D0%A4%D1%91%D0%B4%D0%BE%D1%80%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87+%D0%98%D0%B3%D0%BD%D0%B0%D1%82%D0%BE%D0%B2

[26] Vgl. http://voenspez.ru/index.php?topic=80349.0;wap2

[27] Für die Suche: https://www.google.com/search?safe=active&client=firefox-b-d&sxsrf=ALeKk004RTdQYjbu23KGncLjHO3sH8OdBw%3A1595520924878&ei=nLcZX6awNcahgQbk66aQCw&q=%D0%BF%D0%BE%D0%B4%D0%BF%D0%BE%D0%BB%D0%BA%D0%BE%D0%B2%D0%BD%D0%B8%D0%BA+%D0%90%D0%BB%D0%B5%D0%BA%D1%81%D0%B0%D0%BD%D0%B4%D1%80+%D0%9C%D0%B8%D1%85%D0%B0%D0%B9%D0%BB%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87+%D0%A1%D0%B2%D0%B8%D1%81%D1%82%D1%83%D0%BD%D0%BE%D0%B2&oq=%D0%BF%D0%BE%D0%B4%D0%BF%D0%BE%D0%BB%D0%BA%D0%BE%D0%B2%D0%BD%D0%B8%D0%BA+%D0%90%D0%BB%D0%B5%D0%BA%D1%81%D0%B0%D0%BD%D0%B4%D1%80+%D0%9C%D0%B8%D1%85%D0%B0%D0%B9%D0%BB%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87+%D0%A1%D0%B2%D0%B8%D1%81%D1%82%D1%83%D0%BD%D0%BE%D0%B2&gs_lcp=CgZwc3ktYWIQAzoECCMQJ1Du2QFY7tkBYMHdAWgAcAB4AIABqwGIAZcCkgEDMC4ymAEAoAECoAEBqgEHZ3dzLXdpesABAQ&sclient=psy-ab&ved=0ahUKEwim7tXP4uPqAhXGUMAKHeS1CbIQ4dUDCAs&uact=5

[28] Siehe zur Geschichte des 108. Schützenregiments: https://www.angrapa.ru/arkhiv-statej/2725-108-j-strelkovyj-polk-vnutrennikh-vojsk-nkvd-mvd-sssr.html

[29] Für die Suche: https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=%D0%BF%D0%BE%D0%B4%D0%BF%D0%BE%D0%BB%D0%BA%D0%BE%D0%B2%D0%BD%D0%B8%D0%BA+%D0%91%D0%BE%D1%80%D0%B8%D1%81+%D0%90%D0%BB%D0%B5%D0%BA%D1%81%D0%B0%D0%BD%D0%B4%D1%80%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87+%D0%A7%D1%83%D1%80%D0%BA%D0%B8%D0%BD

[30] Zur Person: https://pamyat-naroda.su/awards/10933736.

[31] Zur Person:
https://www.jewmil.com/index.php/biografii/item/964-blyumin-zinovij-osipovich?cat=599;

https://pamyat-naroda.su/awards/10933537;
http://www.rusalbom.ru/photo/default/13088

[32] https://www.jewmil.com/index.php/biografii/item/964-blyumin-zinovij-osipovich?cat=599

[33] https://vif2ne.org/rkka/forum/arhprint/45719

[34] Vgl. u.a.: http://www.pobeda1945.su/division/3938.

[35] Управление войск НКВД – МВД по охране тыла Северной группы советских войск /бывшее Управление пограничных войск НКВД Прибалтийского округа (август 1940 г. – сентябрь 1941 г.); Управление войск НКВД по охране тыла фронтов: Северо–Западного (сентябрь 1941 г. – февраль 1944 г.); 2-го Белорусского (февраль 1944 г. – июль 1945 г.)/ – фонд 32904.
Содержит 385 дел за 1941 – 1945 гг. На секретном хранении оставлены документы разведывательного отдела в количестве 78 дел.
Боевой состав на июль 1941 г.: 6-й, 8-й, 9-й, 10-й, 11-й, 12-й пограничные отряды. Боевой состав на 15 июня 1943 г.: 9-й, 11-й, 12-й, 133-й пограничные полки, 103-я отдельная маневренная группа. Боевой состав на март – апрель 1944 г.: 18-й, 98-й, 127-й пограничные полки, 103-я отдельная маневренная группа. Боевой состав на 1 января 1945 г.: 87-й, 218-й, 219-й, 332-й пограничные полки, 103-я отдельная маневренная группа.
Quelle: http://rgvarchive.ru/iv-uspenskii-glavnyi-spetsialist-dokumentalnye-materialy-rgva-po-istorii-velikoi-otechestvennoi-voin#3

[36] Vgl. https://vif2ne.org/rkka/forum/arhprint/45719

[37] http://shieldandsword.mozohin.ru/gukr/front/front_west.htm

[38] http://shieldandsword.mozohin.ru/gukr/front.htm

[39] Zur Person von Wadis: http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/vadis_a_a.htm

[40] http://shieldandsword.mozohin.ru/nkgb4353/structure/3GU.htm

[41] Vgl. https://voenhronika.ru/publ/vtoraja_mirovaja_vojna_sssr_khronika/na_chto_tolko_ne_shli_ss_i_karateli_v_konce_vojny_chtoby_skrytsja_istorii_kapitana_smersha_alekseja_jushkevicha_2019/22-1-0-6467

[42] Vgl.: https://lughistory.ru/poslednij-rubezh/44-ya-osbr/

[43] http://sc19.ru/museum/museum_poisk/44/kulesh.php

[44] https://mvdrus.ru/news/1543210-v-politsii-krasnoyarska-vspominayut.html

[45] Ebenda.

[46] https://www.moypolk.ru/soldier/broverman-aron-kisilevich

[47] https://www.moypolk.ru/soldier/broverman-shmilyk-kisilevich

[48] https://www.moypolk.ru/soldier/broverman-pin-kiselevich

[49] https://iremember.ru/memoirs/nkvd-i-smersh/ivanov-leonid-georgievich/

[50] Ebenda.

[51] Zur Person von Iwanow: http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/ivanov_l_g.htm

[52] https://sledcom.ru/Proekty/LP/FIO-276/?print=1

[53] Vgl. https://www.moypolk.ru/soldier/belogurov-mihail-matveevichgl.

[54] https://nkvd.memo.ru/index.php/%D0%90%D1%80%D1%82%D0%B5%D0%BC%D0%B5%D0%BD%D0%BA%D0%BE,_%D0%9A%D0%BE%D0%BD%D1%81%D1%82%D0%B0%D0%BD%D1%82%D0%B8%D0%BD_%D0%90%D0%B1%D1%80%D0%B0%D0%BC%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87

[55] https://nkvd.memo.ru/index.php/%D0%A2%D0%B5%D1%80%D0%B5%D1%89%D0%B5%D0%BD%D0%BA%D0%BE,_%D0%9D%D0%B8%D0%BA%D0%BE%D0%BB%D0%B0%D0%B9_%D0%98%D0%BE%D1%81%D0%B8%D1%84%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87

[56] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/ivashutin_p_i.htm
https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%98%D0%B2%D0%B0%D1%88%D1%83%D1%82%D0%B8%D0%BD,_%D0%9F%D1%91%D1%82%D1%80_%D0%98%D0%B2%D0%B0%D0%BD%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87

[57] Vgl. http://www.encspb.ru/object/2805399356?lc=ru
https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%90%D1%81%D0%BA%D0%BE%D0%BB%D1%8C%D0%B4%D0%BE%D0%B2,_%D0%A1%D0%B5%D1%80%D0%B3%D0%B5%D0%B9_%D0%90%D0%BB%D0%B5%D0%BA%D1%81%D0%B5%D0%B5%D0%B2%D0%B8%D1%87

[58] https://en.wikipedia.org/wiki/Main_Directorate_of_State_Security

[59] https://de.wikipedia.org/wiki/Wsewolod_Nikolajewitsch_Merkulow

[60] https://de.wikipedia.org/wiki/Bogdan_Kobulow

[61] https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A1%D0%B2%D0%B8%D0%BD%D0%B5%D0%BB%D1%83%D0%BF%D0%BE%D0%B2,_%D0%9C%D0%B8%D1%85%D0%B0%D0%B8%D0%BB_%D0%93%D0%B5%D0%BE%D1%80%D0%B3%D0%B8%D0%B5%D0%B2%D0%B8%D1%87

[62] https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9A%D0%BE%D1%81%D1%81%D0%BE%D0%B9,_%D0%90%D0%B2%D1%80%D0%B0%D0%B0%D0%BC_%D0%98%D0%BE%D1%81%D0%B8%D1%84%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87

[63] http://shieldandsword.mozohin.ru/nkgb4353/structure/1U.htm

[64] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/fitin_p_m.htm

[65] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/ovakimyan_g_b.htm

[66] http://shieldandsword.mozohin.ru/nkgb4353/structure/2U.htm

[67] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/fedotov_p_v.htm

[68] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/raihman_l_f.htm

[69] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/rodionov_d_g.htm

[70] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/ilyushin_i_i.htm

[71] http://shieldandsword.mozohin.ru/nkgb4353/structure/3U.htm

[72] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/milstein_s_r.htm

[73] https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9A%D0%BB%D1%91%D0%BF%D0%BE%D0%B2,_%D0%A1%D0%B5%D1%80%D0%B3%D0%B5%D0%B9_%D0%90%D0%BB%D0%B5%D0%BA%D1%81%D0%B5%D0%B5%D0%B2%D0%B8%D1%87

[74] https://nkvd.memo.ru/index.php/%D0%9F%D1%80%D0%BE%D0%BD%D0%B8%D0%BD,_%D0%98%D0%BB%D1%8C%D1%8F_%D0%A4%D0%B8%D0%BB%D0%B8%D0%BF%D0%BF%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87

[75] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/volkov_a_p.htm

[76] http://shieldandsword.mozohin.ru/nkgb4353/structure/4U.htm

[77] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/sudoplatov_p_a.htm

[78] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/eitingon_n_i.htm

[79] http://shieldandsword.mozohin.ru/nkgb4353/structure/5U.htm

[80] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/shevelev_i_g.htm

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[82] http://shieldandsword.mozohin.ru/nkgb4353/structure/6U.htm

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[84] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/vlasik_n_s.htm

[85] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/2019/shadrin_d_n.htm

[86] https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%95%D0%B3%D0%BD%D0%B0%D1%82%D0%B0%D1%88%D0%B2%D0%B8%D0%BB%D0%B8,_%D0%90%D0%BB%D0%B5%D0%BA%D1%81%D0%B0%D0%BD%D0%B4%D1%80_%D0%AF%D0%BA%D0%BE%D0%B2%D0%BB%D0%B5%D0%B2%D0%B8%D1%87

[87] http://shieldandsword.mozohin.ru/nkgb4353/structure/GUO/UKMK.htm

[88] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/2019/spiridonov_n_k.htm

[89] https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A8%D0%BF%D0%B8%D0%B3%D0%BE%D0%B2,_%D0%9D%D0%B8%D0%BA%D0%BE%D0%BB%D0%B0%D0%B9_%D0%A1%D0%B5%D0%BC%D1%91%D0%BD%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87

[90] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/2020/kosynkin_p_e.htm

[91] http://shieldandsword.mozohin.ru/nkgb4353/structure/sledchast.htm

[92] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/vlodzimirskiy_l_e.htm

[93] https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A8%D0%B2%D0%B0%D1%80%D1%86%D0%BC%D0%B0%D0%BD,_%D0%9B%D0%B5%D0%B2_%D0%9B%D0%B5%D0%BE%D0%BD%D0%B8%D0%B4%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87

[94] https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A0%D0%BE%D0%B4%D0%BE%D1%81,_%D0%91%D0%BE%D1%80%D0%B8%D1%81_%D0%92%D0%B5%D0%BD%D0%B8%D0%B0%D0%BC%D0%B8%D0%BD%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87

[95] https://nkvd.memo.ru/index.php/%D0%9A%D1%83%D1%88%D0%BD%D0%B5%D1%80%D0%BE%D0%B2,_%D0%A1%D0%B5%D1%80%D0%B3%D0%B5%D0%B9_%D0%9C%D0%B8%D1%85%D0%B0%D0%B9%D0%BB%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87

[96] http://nkvd.memo.ru/index.php/%D0%A6%D0%B5%D0%BF%D0%BA%D0%BE%D0%B2,_%D0%92%D0%B8%D0%BA%D1%82%D0%BE%D1%80_%D0%93%D0%B5%D0%BE%D1%80%D0%B3%D0%B8%D0%B5%D0%B2%D0%B8%D1%87

[97] http://shieldandsword.mozohin.ru/nkgb4353/structure/A.htm

[98] https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%93%D0%B5%D1%80%D1%86%D0%BE%D0%B2%D1%81%D0%BA%D0%B8%D0%B9,_%D0%90%D1%80%D0%BA%D0%B0%D0%B4%D0%B8%D0%B9_%D0%AF%D0%BA%D0%BE%D0%B2%D0%BB%D0%B5%D0%B2%D0%B8%D1%87

[99] http://shieldandsword.mozohin.ru/nkgb4353/structure/B.htm

[100] https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9B%D0%B0%D0%BF%D1%88%D0%B8%D0%BD,_%D0%95%D0%B2%D0%B3%D0%B5%D0%BD%D0%B8%D0%B9_%D0%9F%D0%B5%D1%82%D1%80%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87

[101] http://shieldandsword.mozohin.ru/nkgb4353/structure/V.htm

[102] https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A1%D0%BC%D0%BE%D1%80%D0%BE%D0%B4%D0%B8%D0%BD%D1%81%D0%BA%D0%B8%D0%B9,_%D0%92%D0%BB%D0%B0%D0%B4%D0%B8%D0%BC%D0%B8%D1%80_%D0%A2%D0%B8%D0%BC%D0%BE%D1%84%D0%B5%D0%B5%D0%B2%D0%B8%D1%87

[103] http://www.knowbysight.info/KKK/15466.asp

[104] https://nkvd.memo.ru/index.php/%D0%93%D1%83%D1%82%D0%B5%D1%80%D0%BC%D0%B0%D0%BD,_%D0%A1%D0%BE%D0%BB%D0%BE%D0%BC%D0%BE%D0%BD_%D0%93%D1%80%D0%B8%D0%B3%D0%BE%D1%80%D1%8C%D0%B5%D0%B2%D0%B8%D1%87

[105] http://shieldandsword.mozohin.ru/nkgb4353/structure/OK.htm

[106] http://shieldandsword.mozohin.ru/personnel/svinelupov_m_g.htm

[107] https://nkvd.memo.ru/index.php/%D0%91%D0%B0%D0%B1%D0%BA%D0%B8%D0%BD,_%D0%98%D0%B2%D0%B0%D0%BD_%D0%90%D0%BD%D0%B4%D1%80%D0%B8%D0%B0%D0%BD%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87

[108] https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A2%D1%8B%D0%BB_%D0%92%D0%BE%D0%BE%D1%80%D1%83%D0%B6%D1%91%D0%BD%D0%BD%D1%8B%D1%85_%D1%81%D0%B8%D0%BB_%D0%A1%D0%A1%D0%A1%D0%A0

[109]
https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%96%D0%B5%D0%BB%D0%B5%D0%B7%D0%BD%D0%BE%D0%B4%D0%BE%D1%80%D0%BE%D0%B6%D0%BD%D1%8B%D0%B5_%D0%B2%D0%BE%D0%B9%D1%81%D0%BA%D0%B0_%D0%A1%D0%A1%D0%A1%D0%A0
Als sie sich in Potsdam aufhielten, soll Kowaljow Stalin gebeten haben, den einstigen Feiertag für die Beschäftigten der Eisenbahn wieder einzuführen. Stalin habe zugestimmt und auch eine ihm vorgelegte Liste von zur Auszeichnung vorgesehenen Eisenbahnern unterschrieben.

[110] https://pamyat-naroda.ru/memorial/?static_hash=6bc1b92c1f6bdc752e096e214739b191

[111] http://osfsb.ru/upload/iblock/d31/d31a3ed2db97778b3329bbec71a7c559.pdf, S. 43

© Dr. Volker Punzel, GeschichtsManufaktur Potsdam (26.10.2020)

Von admin

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